Zwei Debüts im Blickpunkt zum Start des Weltcups im Wasserspringen

Philip Häfner
Philip Häfner
10:13

Das DSV-Team kämpft in Kanada und Mexiko um Punkte fürs Super Final. Mit dabei sind auch zwei hoffnungsvolle Talente.

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) startet mit einem großen Team in die neue Weltcupsaison im Wasserspringen. Beim Auftakt in Montréal (CAN) an diesem Wochenende (26. Februar – 01. März) stehen dabei zwei Aktive besonders im Blickpunkt: Jonathan Schauer und Emily Deml – beide vom SV Halle. Beide feiern ihr Debüt auf internationaler Bühne.

Jonathan Schauer tritt an der Seite von Vereinskollege Lou Massenberg im 3m-Synchronspringen an. Anfang des Monats triumphierte das Paar bereits bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Berlin und hat sich dort durch einen deutlichen Qualitätssprung in ihrer Wettkampfserie für den Weltcupstart empfohlen. Schauer blickt der Premiere mit Vorfreude entgegen. „Das ist ein Privileg und ein sehr geiles Gefühl“, sagt der 20-Jährige.

Wasserspringer Jonathan Schauer aus Deutschland springt bei der WM der Junior*innen 2022 in Montreal vom 3m-Brett© World Aquatics/Antoine Saito

Bei der JWM 2022 im Wasserspringen war Jonathan Schauer in Montréal schon einmal sehr erfolgreich. Nun feiert er dort sein Debüt im Weltcup

Weltcup in Wasserspringen mit insgesamt drei Stationen

An Montréal hat er gute Erinnerungen: 2022 gewann er dort bei der WM der Junior*innen Silber im 3m-Einzel. Mit diesem Gefühl im Kopf will er sich nun auch im Erwachsenenbereich beweisen. Seit Lou Massenberg in Halle weilt, läuft das Synchrontraining spürbar besser. „Wir können dadurch einfach viel mehr zusammen trainieren. So wird es von Einheit zu Einheit immer besser. Eigentlich haben wir keine große Schwachstelle in unserer Serie“, so Schauer.

Auch sonst hilft ihm die Präsenz von Massenberg bei seiner persönlichen Weiterentwicklung. „Für mich ist das ganz wichtig, dass er da ist. Ich brauche einen gestandenen Athleten, der mich mitzieht“, sagt er. Gemeinsam wollen sie im nationalen Vergleich das WM-Duo Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide ebenfalls SV Halle) unter Druck setzen. Und sich im Weltcupauftakt schon einmal in eine gute Ausgangsposition für die Qualifikation zum Super Final bringen. Nach dem Start in Montréal geht die Serie eine Woche später in Zapopan (MEX) weiter. Das Weltcupfinale steigt Anfang Mai in China. Alle Wettkämpfe werden im Livestream bei Eurovisionsport übertragen.

Die Weltcup-Termine 2026 im Überblick:

26. Februar – 01. März: Montréal (COL)
05. – 08. März: Zapopan (MEX)
01. – 03. Mai: Super Final in Peking (CHN)

Auch Emily Deml, die wie Schauer und Massenberg bei Norman Becker trainiert, feiert in Montréal ihre Premiere im Erwachsenenbereich. Die 17-Jährige, im Vorjahr Juniorinnen-Europameisterin vom 1m-Brett, springt beim Weltcup im Wasserspringen im 3m-Sychronwettbewerb an der Seite von Jette Müller (Dresdner SC 1898). Deren etatmäßige Partnerin Lena Hentschel(Berliner TSC) ist wegen mehrerer College-Wettkämpfe in den USA beim Weltcup verhindert.

Wasserspringerin Emily Deml aus Deutschland bei der Athletinnenpräsentation bei der EM der Junior*innen 2025 in Athen© European Aquatics

Auch Emily Deml ist am Wochenende erstmals beim Weltcup im Wasserspringen dabei

Chef-Bundestrainer Christoph Bohm sagt über Deml: „Emily ist ein hoffnungsvolles Talent, das jetzt ihre Frauenserie aufgebaut und dort teilweise auch schöne Qualitäten gezeigt hat. Sie soll hier vor allem Erfahrung sammeln und einfach Spaß haben.“ Die Schülerin selbst meint: „Ich freue mich, bei so einem großen Event dabei zu sein und bin glücklich über diese Chance. Jette ist eine erfahrene Springerin, das gibt mir Sicherheit.“ Deml wird allerdings nur beim ersten Weltcup dabei sein, ihr Fokus liegt in ihrem letzten Jugendjahr noch einmal hauptsächlich auf der JEM und JWM, wo sie um die Medaillen mitspringen will.

Das DSV-Team beim Weltcup:

Emily Deml (SV Halle/nur Montréal): 3m-Synchron
Jette Müller (Dresdner SC 1898): 3m, 3m-Synchron (nur Montréal), Team-Event
Pauline Pfeif (Berliner TSC): Turm, Turm-Synchron, Team-Event
Elena Wassen (Berliner TSC): Turm-Synchron

Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/nur Montréal): Turm, Turm-Synchron
Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen): Turm, Turm-Synchron, Team-Event
Lou Massenberg (SV Halle): 3m, 3m-Synchron
Ole Rösler (WSC Rostock/nur Zapopan): Turm
Jonathan Schauer (SV Halle): 3m-Synchron
Moritz Wesemann (SV Halle): 3m, Team-Event