„Sterne des Sports“: Jetzt für den Schwimmsport abstimmen

Philip Häfner
Philip Häfner
17:14

Gesellschaftliches Engagement wird im Schwimmen großgeschrieben. Welche Projekte sich Hoffnungen auf den Bundessieg machen dürfen und wie du beim Publikumspreis selbst für den Schwimmsport abstimmen kannst, liest du hier.

Ende des Monats wird in Berlin wieder die bedeutendste Auszeichnung für gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen in Deutschland vergeben: der „Große Stern des Sports“ in Gold. Bei der Preisverleihung am 26. Januar unter anderem durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier haben dabei auch mehrere Initiativen aus dem Schwimmsport gute Chancen. Sie alle konnten bereits ihren jeweiligen Landeswettbewerb für sich entscheiden und hoffen nun auf das große Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Alle Infos zum Bundesfinale und allen Nominierten

Auch in diesem Jahr wird darüber hinaus ein Publikumspreis für herausragenden persönlichen Einsatz im Sportverein vergeben. Und auch dort kommen gleich zwei der drei Kandidaten aus dem Schwimmsport, die in diesen Tagen auch im ARD-Morgenmagazin vorgestellt werden. Noch bis zum 23. Januar (12:00 Uhr) kann man die Stimme für seine*n Favorit*in abgeben.

Zur Abstimmung

Starke Initiativen aus dem Schwimmsport

Drei Vereine aus dem Schwimmsport sind mit ihren starken Initiativen für den „Großen Stern des Sports“ in Gold nominiert. Sie zeigen, wie vielfältig das Engagement der Ehrenamtlichen in den Vereinen ausfällt. Da wäre zum einen der VfL Rastede mit seinem Konzept „Vom Tauchen zum Schwimmen“ zur schwimmerischen Früherziehung. Der Verein begleitet Kinder bereits ab zwölf Monaten bis ins Grundschulalter und vermittelt spielerisch Wasservertrauen, Sicherheit und Schwimmtechniken. Statt schneller Abzeichen setzt der Verein auf ein langfristiges und individuelles Lernsystem mit Fokus auf angstfreies Bewegen, Selbstvertrauen und Freude im Wasser.

Der Bremer SC als weiterer Anwärter hat gemeinsam mit Special Olympics Bremen den inklusiven Bremen-Cup 2025 ins Leben gerufen – den ersten Schwimmwettkampf der Region, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam antreten. Absoluter Höhepunkt waren die Unified-Staffeln mit gemischten Teams aus Menschen mit und ohne Handicap. Das Projekt fördert Begegnung, Verständnis und Gleichberechtigung, schließt eine wichtige Lücke im Sportangebot und setzt ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion im norddeutschen Schwimmsport.

Thomas Weikert (DOSB), Marija Kolak (BVR), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein bei der Verleihung des Großen Stern des Sports 2023 in Berlin© picture alliance / DOSB | Gerald Matzka/DOSB/picture alliance

Die “Sterne des Sports” sind Deutschlands wichtigster Vereinswettbewerb

Nominiert ist außerdem die DLRG Weimar für ihr Reha- und Behindertensportangebot.

Für diese Kandidat*innen kannst du beim Publikumspreis abstimmen

Für den Publikumspreis wurden aus den 17 Vereinen, die sich für das Bundesfinale qualifiziert haben, drei Personen von einer Expert*innenjury nominiert. Zwei davon stammen wie erwähnt aus dem Schwimmsport.

Denise de Vries vom VfL Rastede ist die treibende Kraft hinter der Initiative „Vom Tauchen zum Schwimmen“ zur schwimmerischen Früherziehung. Damit ist die Übungsleiterin maßgeblich für den Erfolg des Konzeptes verantwortlich. Sie arbeitet bewusst in kleinen Gruppen und schafft durch Ruhe, Vertrauen und Kontinuität optimale Lernbedingungen. Die Kinder werden nicht in kurzen Kursen „durchgeschleust“, sondern über mehrere Jahre hinweg altersunabhängig und in ihrem eigenen Lerntempo sicher an das Wasser herangeführt. Zudem wirkt Denise de Vries über den Verein hinaus als Referentin für den Niedersächsischen Schwimmverband und inspiriert auch andere Vereine, ihre Ausbildungskonzepte zu überdenken.

Zum Videobeitrag der ARD über Denise de Vries

Ebenfalls nominiert ist von der DLRG Weimar Paul Werdin als Initiator der dortigen Angebote im Behinderten- und Rehabilitationssport.