Bei den Frauen setzen sich vom 3m-Brett Lena Hentschel und Jette Müller bei den Deutschen Meisterschaften durch. Bei den Männern war selbst eine EM-Norm nicht genug für den Sieg.
Im vergangenen Jahr wurden Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide SV Halle) noch Europameister im 3m-Synchronspringen. Ihren Titel werden sie im Sommer bei der EM in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) jedoch nicht verteidigen können – dafür darf sich dort ein anderes deutsches Paar berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen.
Es spricht für die Breite im deutschen Wasserspringen, dass selbst die Besten des Kontinents des Vorjahres sich stets aufs Neue behaupten müssen. Mit 426,06 Punkten zeigten Wesemann und Barthel am Mittwoch bei den Internationalen Deutschen Sommermeisterschaften in Berlin denn auch abermals eine starke Leistung und übertrafen locker die EM-Norm (400,00). Zum Sieg reichte es allerdings nicht, denn ein anderes Paar war noch besser. Lou Massenberg und Jonathan Schauer (beide ebenfalls vom SV Halle) kamen bei der Entscheidung auf 440,67 Zähler und lagen auch in der Addition aus Vorkampf und Finale vorne. Damit werden sie von Chef-Bundestrainer Christoph Bohm für den einzigen EM-Startplatz des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in dieser Disziplin vorgeschlagen. „Das war beeindruckend. 440 Punkte sind eine Weltklasseleistung“, sagte er.
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Bereits bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im Februar hatten Lou Massenberg und Jonathan Schauer Gold geholt. Dort waren Wesemann und Barthel allerdings nicht am Start gewesen, weil Letzterer verletzungsbedingt passen musste. Im direkten Duell sprangen sie nun also erneut zum Sieg. „Dass wir das ganze Jahr über zusammen trainieren können in Halle, das hilft auf jeden Fall“, nannte Massenberg einen der Gründe für den Höhenflug. Schauer wiederum fühlte sich durch die Konkurrenzsituation erst recht beflügelt. „Ich finde das richtig gut, diesen Druck zu haben mit zwei starken Paaren. Denn unter Druck kann ich meistens noch besser springen“, meinte er. Auch die Erfahrungen beim Weltcup hätten dazu beigetragen, wo Massenberg und er beim Finale Sechster geworden waren. „Das hat geholfen, dass wir in Wettkampfsituationen cooler bleiben“, so Schauer.
© privatJonathan Schauer (l.) und Lou Massenberg sind die neuen Deutschen Meister im 3m-Synchronspringen
Lena Hentschel und Jette Müller mit Favoritinnensieg
Bei den Frauen ging die Goldmedaille im 3m-Synchronspringen wie erwartet an die Titelverteidigerinnen Lena Hentschel (Berliner TSC) und Jette Müller (Dresdner SC 1898). Mit 292,83 Punkten lagen die EM-Zweiten und WM-Sechsten des Vorjahres deutlich vor Julina Schnabel und Frieda Hoffmann (beide SC DHfK Leipzig/261,00). „Sie haben an der EM-Norm gekratzt und sich im Finale gegenüber dem Vorkampf deutlich gesteigert“, bewertete Bundestrainer Bohm die Leistung.
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Für Hentschel und Müller war es der dritte DM-Titel in Serie. Die Berlinerin stand in dieser Disziplin sogar schon das achte Jahr in Folge ganz oben, nachdem sie davor auch schon mit anderen Partnerinnen jeweils Gold geholt hatte. Einzig Tina Punzel war sogar schon einmal neun Jahre hintereinander Deutsche Meisterin im Synchronspringen gewesen. Ihren Rekord könnte Lena Hentschel 2027 einstellen.