Ein deutscher Staffel-Rekord als Dankeschön an Schwedt

Raik Hannemann
Raik Hannemann
13:30

Warum Potsdams Stars um Melvin Imoudu und Kenneth Bock am Sonntag unbedingt eine neue Bestmarke über 4x100m Brust erzielen wollten.

Alle aus Schwedt: Melvin Imoudu, Leonau Mau, Britta Steffen, Jörg Hoffmann und Steffi Gaffrey (v.l.) aus der SSV-PCK90-Schwimmabteilung© privat

Alle aus Schwedt: Melvin Imoudu, Leonie Mau, Britta Steffen, Jörg Hoffmann und Steffi Gaffrey (v.l.) aus der SSV-PCK90-Schwimmabteilung

Schwedt hat im Schwimmsport schon länger einen klangvollen Namen. Schließlich haben hier Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen, Doppel-Weltmeister Jörg Hoffmann und Europameister Melvin Imoudu oder auch der deutsche Kurzbahn-Meister Kenneth Bock ihre sportlichen Wurzeln. Um so mehr schmerzte, dass im Sommer 2021 das Dach des Sportbadbereichs im AquariUM Schwedt wegen falscher statischer Berechnungen einstürzte. Nach der zehn Millionen Euro teuren Sanierung konnte das Bad dann erst im vergangenen Jahr wiedereröffnet werden. Schaffte es nun aber sogar in die Rekordliste des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV).

Denn bei den vom SSV PCK 90 Schwedt ausgerichteten Stadtmeisterschaften brachte der inzwischen am Bundesstützpunkt in Potsdam als Trainer tätige Hoffmann seine starken Brustschwimmer an den Start. Und diese schwammen beim vom Potsdamer SV regelgerecht vorab angemeldeten Rekordversuch über 4x100m Brust dann tatsächlich eine neue Bestmarke auf der Kurzbahn.

Schwedt als zuverlässige Talentschmiede für den deutschen Schwimmsport

In 4:02,12 Minuten blieben Moritz Birk (1:03,17), Malte Gräfe (58,78), Kenneth Bock (1:00,25) und Melvin Imoudu (59,92) im Alleingang klar unter der bisherigen Rekordzeit des VfL Sindelfingen aus dem Jahr 2009 (4:08,08). Und schenkten den Gastgebern so ein wunderbares Highlight zum Veranstaltungsabschluss.

„Der SV PCK ist mit seiner hervorragenden Arbeit ein wichtiger Partnerverein, der schon viele Talente für unsere Sportschule in Potsdam produziert hat. Deswegen wollten wir hier mit dem Rekord auch ein sichtbares Zeichen nach außen setzen, dass dieser Verein alle Unterstützung verdient hat“, sagte Hoffmann.

Er schrieb nach den Rennen zusammen mit seinen Rekordschwimmern, Britta Steffen und der jüngsten Schwedter Hoffnung Leonie Mau, die vergangene Saison mit deutschen Jahrgangsrekorden und JEM-Teilnahme glänzte, dann noch länger fleißig Autogramme. Und wer die Begeisterung der Kinder dabei sah, konnte eines komplett nachvollziehen: Trotz nur 33.000 Einwohner*innen ist das an der polnischen Grenze gelegene Schwedt eindeutig eine Schwimmhochburg. Und das von der Kommune in die Schwimmhalle investierte Geld eine lohnende Investition.

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