Bei den Europameisterschaften auf Madeira wollen die DSV-Wasserballerinnen zurück in die Top Ten und träumen sogar von noch höheren Zielen. Hier gibt es den deutschen Kader sowie alles über den neuen Modus, die Gegner und wie du die Spiele live mitverfolgen kannst.
Am kommenden Montag beginnt die Wasserball-EM der Frauen in Funchal (POR/26. Januar – 05. Februar). Und die gestiegenen Erwartungen auf Seiten der deutschen Auswahl lassen sich bereits am Programm der Vorbereitung herauslesen. In Ungarn, den USA und Griechenland bereiteten sich die Deutschen auf das Turnier auf der Blumeninsel Madeira vor – allesamt Top-Nationen des internationalen Wasserballs. Nach Platz elf bei der vergangenen EM 2024 soll diesmal mindestens die Rückkehr in die Top Ten gelingen – und gerne sogar noch etwas mehr. „Wir möchten guten Wasserball spielen“, sagt Head Coach Karsten Seehafer. „Wenn uns das gelingt, ist ein einstelliger Tabellenplatz im Bereich des Möglichen.“ Im Idealfall springt am Ende sogar ein Ticket für die Weltmeisterschaften 2027 in Budapest (HUN) heraus, abhängig auch von den Platzierungen der Konkurrenz.
Dabei müssen die DSV-Frauen von Beginn an voll da sein. „Die ersten beiden Spiele sind entscheidend. Ein Sieg zum Auftakt gegen Frankreich und die Tür steht weit offen“, weiß auch Seehafer. Tags darauf geht es gleich gegen die Slowakei, „nicht minder schwer und ebenfalls nicht zu unterschätzen“, so der Trainer. Dritter Gruppengegner ist der letztjährige Weltmeister und Weltcupgewinner Griechenland. Alle Partien werden im kostenfreien Livestream bei Eurovisionsport übertragen (einmalige Registrierung erforderlich).
Der EM-Spielplan der DSV-Frauen
| Montag, 26. Januar | 13:15 Uhr | Deutschland - Frankreich |
| Dienstag, 27. Januar | 11:30 Uhr | Deutschland - Slowakei |
| Donnerstag, 29. Januar | 14:45 Uhr | Deutschland - Griechenland |
In diesem Jahr kommt erstmals ein neuer Modus zur Austragung. Nach der ersten Gruppenphase erreichen die jeweils besten beiden Nationen der insgesamt vier Vierergruppen eine zweite Gruppenphase (ab 31. Januar). Diese wird abermals in zwei Vierergruppen ausgetragen, wobei die bis dahin erreichten Punkte mitgenommen werden.
Die ersten beiden Spiele sind entscheidend. Ein Sieg zum Auftakt gegen Frankreich und die Tür steht weit offen.
Deutschland bekäme es dort mit zwei Teams aus Gruppe C mit Italien, Kroatien, Serbien und der Türkei zu tun. Die Erst- und Zweitplatzierten der Gruppenphase II stehen im Halbfinale, die restlichen Teams absolvieren Platzierungsspiele. Die Dritt- und Viertplatzierten der ersten Gruppenphase spielen um die Plätze neun bis 16.
© Aniko KovacsBei der vergangenen Wasserball-EM 2024 belegten die deutschen Frauen mit Ira Deike Rang elf
Spandau und Bochum stellen den Großteil des Kaders zur Wasserball-EM der Frauen
Rückenwind für die EM-Mission gab es im vergangenen Jahr durch das sensationelle Gold bei den World University Games in Duisburg. Es war die erste internationale DSV-Medaille bei den Frauen seit 40 Jahren. Aus dem damaligen Aufgebot sind bei den Europameisterschaften noch sechs Spielerinnen mit dabei.
Das größte Kontingent stellen der Deutsche Meister Wasserfreunde Spandau 04 (sieben Spielerinnen) sowie Vorjahresfinalist SV Blau-Weiß Bochum (vier). Die beiden führenden Klubs im deutschen Wasserball der Frauen bilden damit das Rückgrat des Teams. Mit dabei sind außerdem drei Spielerinnen, die aktuell im Ausland tätig sind. US-Studentin Emma Seehafer steht allerdings nur für die ersten beiden Partien zur Verfügung, da anschließend direkt die Collegesaison startet. Die Tochter des Trainers ersetzt Marijka Kiljstra, die aufgrund einer Verletzung ausfällt.
Erstmals bei einem internationalen Turnier für Deutschland am Start ist Emiliia Khmil. Die gebürtige Ukrainerin flüchtete vor vier Jahren vor dem russischen Angriffskrieg in ihrem Heimatland und besitzt seit November nun einen deutschen Pass. Seit Dezember ist außerdem Barbara Bujka wieder für den DSV spielberechtigt. Die Europameisterin von 2016 startete ihre internationale Karriere dereinst auch schon für Deutschland, ehe sie später für Ungarn, das Land ihrer Eltern, an zwei Olympischen Spielen teilnahm.
Das DSV-Aufgebot für die EM
Barbara Bujka, Gesa Deike, Ira Deike, Elena Ludwig, Nele Politze, Anne Rieck, Georgia Sopiadou (alle Wasserfreunde Spandau 04), Aylin Fry, Darja Heinbichner, Emiliia Khmil, Jana Stüwe (alle SV Blau-Weiß Bochum), Sinia Plotz (University of Southern California/USA), Emma Seehafer (California State University Long Beach/USA), Maria Sekulic (SSV Esslingen), Belén Vosseberg (CN Catalunya/ESP)