Die 3m-Synchronspringerinnen holen außerdem Bronze. Der DSV-Nachwuchs hat bei der JEM damit schon jetzt die Vorjahresbilanz erreicht.
Auch am vorletzten Wettkampftag erklang bei den Europameisterschaften der Junior*innen im Wasserspringen in der Duna Aréna in Budapest (HUN) wieder die deutsche Nationalhymne. Nach gleich zwei Titeln am Freitag für den Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) durfte sich am Samstag nämlich auch Rudi Bollmann (Dresdner SC 1898) über eine überraschende Goldmedaille freuen.
Der Dresdner siegte vom 3m-Brett der männlichen Jugend B mit 472,25 Punkten vor Miroslav Kiselev (RUS/471,25) und Antoine Chevnine (SUI/458,75). Kurz darauf gab es noch eine weitere Medaille an diesem Tag, auch diese mit Dresdner Beteiligung: Nina Berger (SV Neptun Aachen) und Henni Louise Mehner (Dresdner SC 1898) holten im 3m-Synchronwettbewerb Bronze.
Es waren bereits die Medaillen sieben und acht für den DSV-Nachwuchs bei den laufenden Titelkämpfen. Damit haben Deutschlands Sprungtalente bereits vor dem letzten Wettkampftag die JEM-Bilanz aus dem vergangenen Jahr (4-2-2) eingestellt.
© privatRudi Bollmann (r.) und sein Trainer Martin Wolfram freuen sich über Gold bei der JEM
Bollmann legt mit starker Pflicht den Grundstein zum Gold
Im Vorkampf war Rudi Bollmann noch Dritter gewesen hinter den Konkurrenten aus der Schweiz und aus Russland. Dort hatte er in der Pflicht stark gepunktet, in den Kürsprüngen aber noch etwas liegengelassen. Von seinem Polster aus den Pflichtsprüngen, deren Punkte im Nachwuchsbereich ins Finale mitgenommen werden, profitierte er dann auch bei der Entscheidung und verteidigte erfolgreich seinen Vorsprung. Nachdem er vom 1m-Brett als Vierter noch knapp am Podium vorbeigesprungen war, gab es diesmal also die ersehnte Medaille. Und sie glänzte sogar gleich golden. „Bei seiner ersten JEM-Teilnahme ist er nervenstark zum Titel gesprungen und hat durch seine Absprunghöhe und schöne Endphasen brilliert“, sagte Nachwuchs-Bundestrainerin Anne-Kathrin Hoffmann.
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Eine „ganz starke Leistung“ bescheinigte Hoffmann aber auch dem 3m-Synchronpaar für dessen Bronzemedaille. Besser als Nina Berger und Henni Louise Mehner mit ihren 266,07 Punkten waren am Samstag nur die Siegerinnen Viktoriia Kazatseva und Nadezhda Trifonova aus Russland (293,19) sowie Daria Poliakova und Alina Polonets(UKR/271,20). Während Nina Berger im Einzel 2024 sogar schon einmal bei einer JWM auf dem Treppchen stand, war es für Mehner die erste internationale Medaille überhaupt.