Doppeltes Gold bei der JEM für Deutschlands Sprungnachwuchs

Philip Häfner
Philip Häfner
21:10

Drei Medaillen feierten die DSV-Talente am Freitag. Für beide Sieger*innen war es nicht der erste Titel im europäischen Vergleich.

Finn Awe, Emily Deml und Louis Aaron Förster zeigen stolz ihre Medaillen von der Junioren-EM 2026 in Budapest© privat

Finn Awe und Emily Deml freuten sich am Freitag über JEM-Gold, Louis Aaron Förster über Silber

Drei Medaillen hatte der Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) an den vorherigen Tagen der Europameisterschaften der Junior*innen in Budapest (HUN) gewonnen. Am Freitag wurde diese Ausbeute mal eben verdoppelt. Zweimal Gold und einmal Silber lautete die herausragende Bilanz an diesem Tag. Erst triumphierte Emily Deml (SV Halle) vom 1m-Brett, anschließend gewann auch noch Finn Awe (WSC Rostock) vom 3m-Brett. Hinter ihm machte Louis Aaron Förster (SC DHfK Leipzig) den deutschen Doppelsieg perfekt.

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Für Emily Deml bedeutete der Sieg die erfolgreiche Titelverteidigung – die Hallenserin hatte bereits im vergangenen Jahr bei der JEM in Athen (GRE) Gold vom 1m-Brett geholt. In diesem Jahr konnte die 17-Jährige dann auch in der offenen Klasse auf sich aufmerksam machen: Sie feierte ihr Weltcupdebüt, überzeugte bei den Deutschen Meisterschaften und wurde sogar für die EM in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) nominiert als Kandidatin für den 3m-Synchronwettbewerb. Der Fokus lag aber stets auf der JEM. In der Duna Aréna war sie auch diesmal wieder eine Klasse für sich.

Bereits im Vorkampf war sie mit 422,15 Punkten die Beste mit fast 32 Zählern Vorsprung und konnte sich bei der Entscheidung dann sogar noch einmal steigern. Mit 445,35 lag sie am Ende deutlich vor Nadezhda Trifonova(RUS/412,85) und Kseniia Bochek (UKR/390,70). „Der Titel bedeutet mir sehr viel“, sagte Deml. „Und noch mehr, dass ich ihn verteidigen und zwei Jahre in Folge ganz oben stehen konnte. Gerade mit dieser Punktzahl gibt das sehr viel Rückenwind für die JWM.“ Die Welttitelkämpfe für den Nachwuchs findet im August in Rijeka (CRO) statt. Nina Berger(SV Neptun Aachen) konnte im Finale ebenfalls nochmal zulegen und wurde Achte (350,05).

Finn Awe bejubelt bereits seine dritte JEM-Medaille

Finn Awe und Louis Aaron Förster machten es vom 3m-Brett dagegen spannend. Am Ende trennten den Sieger aus Rostock mit 544,85 nicht einmal fünf Punkte von seinem Leipziger Teamkollegen mit 540,00. Bronze ging an Valerii Malieiev (UKR/533,00).

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Förster überzeugte insbesondere in den Pflichtsprüngen, deren Punkte im Nachwuchsbereich aus dem Vorkampf ins Finale mitgenommen werden. In den Kürsprüngen ließ er im Vorkampf hier und da noch ein paar Punkte liegen – umso stärker trumpfte er dann am Abend im Finale auf. Mit dem vorletzten Versuch übernahm er zeitweise sogar die Führung – zehn Punkte lag er vor der letzten Runde vor Finn Awe. Umso stärker war dann aber der Abschluss des Rostockers: Mit einem blitzsauberen Schraubensalto sprang Awe noch zum Titel – es war schon sein zweiter bei den laufenden Titelkämpfen. Vom 1m-Brett hatte er am Mittwoch ebenfalls Gold geholt, am Donnerstag dann außerdem Silber im 3m-Synchronspringen mit William Ackmann (SV Neptun Aachen).

„Bei Finn sind wir erfolgsverwöhnt, und am Ende konnte er die hohen Erwartungen auch bestätigen. Er hatte einen kleinen Wackler beim Dreieinhalbsalto vorwärts, der aber am Ende seine sehr guten Leistungen in keiner Weise schmälert. Louis war sensationell und so nicht erwartet – eine echte positive Überraschung! Er beherrscht alle seine Sprünge und heute auch seine Nerven“, sagte Nachwuchs-Bundestrainerin Anne-Kathrin Hoffmann. Und schloss mit: „Ein absolut geiles Team, das sich gegenseitig zu Höchstleistungen pusht.“