Die EM-Dritte von Paris setzt ihren Höhenflug beim High Diving fort. Auch bei den Männern gab es an einem legendären Wettkampfort einen deutschen Erfolg.
Um den Voulismeni-See im Osten Kretas (GRE) ranken sich die Legenden. Die Göttin Athene soll dort einst gebadet haben; ein weiterer Mythos besagt, dass das Gewässer ohne Grund und mit der hunderte Kilometer entfernten Insel Santorin verbunden sei. Fakt ist, dass am Voulismeni-See alljährlich die besten Klippenspringer*innen zum Agios Nikolaos Cliff Diving zusammenkommen. In diesem Jahr gab es dabei vor atemberaubender Kulisse gleich zwei deutsche Siege.
© George VarnakiotisEinen goldenen Lorbeerkranz gab es für Maike Halbisch (Mitte) für den Sieg beim Agios Nikolaos Cliff Diving 2026 auf Kreta
Bei den Frauen begeisterte einmal mehr Maike Halbisch. Die 21-Jährige, EM-Bronzemedaillengewinnerin von Paris (FRA), lag mit 370,95 Punkten diesmal sogar deutlich vor Europameisterin Nelli Chukanivska (UKR/281,80) sowie Eleanor Smart (USA/266,30), immerhin auch WM-Neunte von 2024 und Gesamt-Dritte der Red Bull Cliff Diving Series im Jahr 2022. Den Wettbewerb bei den Männern gewann Jan Wilko Heinzel aus Springe bei Hannover (340,65) vor Jean-David Duval (SUI/311,65).
Maike Halbisch: “Der beste Wettkampf, den ich je gesprungen bin”
Halbisch erreichte in Agios Nikolaos noch einmal 80 Punkte mehr als bei ihrem Medaillen-Coup bei den Europameisterschaften und überzeugte dabei erneut mit Höchstschwierigkeiten. „Das war die höchste Punktzahl, die ich je erreicht habe, und der beste Wettkampf, den ich je gesprungen bin. Alle Sprünge derart konstant abzuliefern, ist mir noch nie gelungen“, sagte sie.
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Die Sportlerin vom VfL Waiblingen ist weltweit die Einzige, die den 3,5-fachen Salto rückwärts aus dem Handstand zeigt, den schwierigsten Sprung beim High Diving. Besonders stolz war sie diesmal aber auf ihren vierfachen Rückwärtssalto, der ähnlich kompliziert ist. „Der war noch nie so gut, nicht mal im Training. Ich habe das Gefühl, je mehr Wettkämpfe ich mache, desto mehr kommt auch das Gefühl für die Sprünge.“ Als nächstes wartet nun am 21./22. November der Weltcup in Zhaoqing (CHN). „Ich gehe hier mit gutem Gefühl raus. Das war ein großer Schritt vorwärts und gibt mir nochmal einen Kick für die Zukunft“, so Halbisch.
© George VarnakiotisDie Sprünge aus dem Handstand sind die Spezialität von Maike Halbisch beim High Diving