Deutsches Duett feiert Traumdebüt beim Weltcup

Philip Häfner
Philip Häfner
12:16

Warum Klara Bleyer und Amélie Blumenthal Haz nach dem Erfolg von Medellín mit viel Selbstbewusstsein in die weitere Saison gehen können.

Das Thema ihrer neuen Choreographie mag offiziell die Steinzeit gewesen sein. Doch als die letzten Trommelklänge der neu erarbeiteten Kür von Klara Bleyer und Amélie Blumenthal Haz verklungen waren, war beim Weltcup in Medellín (COL) ein ganz anderes Zeitalter angebrochen: die Gold-Zeit. Mit ihrem Sieg in der Technischen Kür sorgten das Bochumer Duett am Samstagabend (Ortszeit) für eine Sensation. Mit 275,2792 Punkten lagen sie zum Start der neuen Saison vor Lea Anna Krajcovicova/Zofia Strapekova (SVK/269,1458) und Laelys Alavez/Romane Lunel(FRA/256,1926).

Alle Ergebnisse vom Weltcup im Synchronschwimmen

Und auch wenn es erst der erste Weltcup der neuen Saison war: Dieser Erfolg gibt dem deutschen Duett ganz viel Rückenwind für die ersehnte Olympiaqualifikation. Schließlich wird sie diese Kür über den gesamten kommenden WM-Zyklus bis zu den Weltmeisterschaften 2027 in Budapest (HUN) begleiten, wo dann die ersten Tickets für die Olympischen Spiele im Jahr darauf in Los Angeles (USA) vergeben werden.

Das deutsche Duett im Synchronschwimmen mit Klara Bleyer und Amélie Blumenthal Haz präsentiert beim Weltcup 2026 in Medellin in Kolumbien ihre Goldmedaillen aus der Technischen Kür© Federacion Colombiana de Natacio

Klara Bleyer gewinnt außerdem Silber im Solo

Schon im Herbst hatten Bleyer und Blumenthal Haz sich auf Instagram begeistert über ihre neue Kür geäußert, die sie gemeinsam mit der ukrainischen Choreographin Olga Pylypchuk erarbeitet hatten. Seither konnten sie es kaum erwarten, sie endlich der Öffentlichkeit zu präsentieren – und bekamen im Kolumbien nun die Bestätigung dafür, dass die Vorfreude sehr wohl gerechtfertigt war. Nun darf man gespannt sein, was für sie am Sonntag (18:00 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) in der Freien Kür herausspringt. Dort gibt es ebenfalls eine neue Choreographie zu bewundern, dann zum Thema Frieden in der Welt.

Neben dem Duett-Gold durfte sich Klara Bleyer am Samstag noch über eine weitere Medaille freuen. In der Freien Kür des Solowettbewerbs holte sie mit 236,7025 Punkten Silber – herausragend war dabei einmal mehr ihr künstlerischer Ausdruck. Besser war an diesem Tag nur die Kanadierin Audrey Lamothe (247,0625), die am Vortag auch schon die Technische Kür für sich entschieden hatte. Bleyer hatte dort am Freitag Bronze geholt.