Die heute 42-jährige Schwimmerin wurde Doppel-Olympiasiegerin und zeigt auch nach der Sportkarriere nachhaltige Wirkung. Unter anderem macht sie sich für die Schwimmfähigkeit von Kindern stark.
© pa/Eventpress | BecherBritta Steffen wird 2026 in die “Hall of Fame des deutschen Sports” aufgenommen
Dreizehn Jahre nach dem Ende ihrer überaus erfolgreichen Sportkarriere wird Schwimmerin Britta Steffen in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen. Gemeinsam mit der verunglückten Biathletin Laura Dahlmeier, Skirennläufer Felix Neureuther und Turner Fabian Hambüchen wurde Steffen von den Verantwortlichen der Stiftung Deutsche Sporthilfe, des Deutsche Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) als Träger der Einrichtung in die Ruhmeshalle gewählt. Die Aufnahme erfolgt feierlich am 26. November 2026 in den Räumlichkeiten von PwC Deutschland über den Dächern von Frankfurt am Main.
„Das ist eine große Ehre für mich. Bei dem Anruf habe ich mich gefühlt wie jemand, der über einen Lottogewinn informiert wird“, sagte die 42-Jährige. „Mit ein wenig mehr Abstand zum Erlebten kann man so einen Moment auch noch viel intensiver genießen als früher.“ Aus dem Schwimmsport haben vor Steffen bislang nur Ingrid Krämer-Gulbin, Franziska van Almsick, Erich Rademacher, Klaus Steinbach, Roland Matthes und Michael Groß bereits einen Platz in der vor 20 Jahren initiierten „Hall of Fame“ erhalten.
© pa/dpa/Gero BreloerBei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann Britta Steffen Gold über 50m und 100m Freistil
Zweifache Mutter setzt sich für Schwimmfähigkeit von Kindern ein
Herausragende Geltung im Sport sowie nachhaltige Wirkung als Persönlichkeit gelten als Kriterien für eine Aufnahme. Diese werden von Steffen übererfüllt. Mit zwei Olympiasiegen, drei Welt- und sieben Europameistertiteln sowie mehreren Weltrekorden war die Wahl-Berlinerin aus Schwedt (Brandenburg) eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen der deutschen Sportgeschichte. Als dominierende deutsche Freistilschwimmerin der 2000er Jahre führte sie das deutsche Schwimmen zurück in die Weltspitze. Und wurde zum Vorbild für eine ganze Generation. Heute engagiert sie sich für Bildung, Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung. Und setzt sich dafür ein, die Werte und Erfahrungen des Spitzensports in Gesellschaft und Beruf weiterzugeben. Um ihren ökologischen Fußabdruck nach den vielen Flügen während der Sportkarriere auszugleichen, verzichtet Steffen heute auf Flugreisen.
Als Laufbahnberaterin am Berliner Olympiastützpunkt bringt sie zudem Nachwuchstalente auf einen erfolgversprechenden Karriereweg. Und auch für die zentralen Ziele des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) setzt Britta Steffen ihre große Popularität immer wieder gern ein. „Egal, welche Sportkolleg*innen von einst ich heute so treffe: Alle wollen, dass ihre Kinder schwimmen lernen. Das ist ja auch eine Art Lebensversicherung“, erzählte Steffen im Vorjahr am Rande der Schwimmabzeichentage. Und motivierte dabei die Kleinen am Beckenrand höchstselbst. Inzwischen ist die Topschwimmerin nämlich selbst zweifache Mutter und weiß aus eigenem Empfinden um die besondere Bedeutung der Schwimmfähigkeit für Schulkinder.
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