Klara Bleyer gewinnt im Solowettbewerb ihre zweite EM-Medaille

Philip Häfner
Philip Häfner
12:32

In der Technischen Kür schwimmt die Bochumerin erneut aufs Treppchen und holt Bronze. Auch insgesamt fällt das EM-Fazit im Synchronschwimmen aus deutscher Sicht sehr erfreulich aus.

Zur Musik von Johann Sebastian Bach ist Klara Bleyer bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) zu einer weiteren Medaille geschwommen. Mit ihrer Bronzemedaille in der Technischen Kür des Solowettbewerbs rundete die 22-Jährige von den Freien Schwimmern Bochum ein auch ansonsten gelungenes Auftreten der deutschen Synchronschwimmer*innen im Centre Aquatique Olympique ab. Bleyer selbst hatte tags zuvor bereits Solo-Silber in der Freien Kür gewonnen, zudem gab es in beiden Duett-Disziplinen jeweils starke sechste Plätze zusammen mit Maria Denisov (SG Stadtwerke München).

„Ich bin sehr zufrieden, die Saison so zu beenden. Die Platzierungen in Paris waren insgesamt sehr gut, auch im Duett. Das ist schon der Hammer, das hätte ich so nicht gedacht“, sagte Klara Bleyer. Bei ihrem Solo-Auftritt war sie am Dienstagmorgen als Erste an der Reihe, die Bochumerin musste also direkt den Ton beim Wertungsgericht vorgeben. „Mit der Startnummer eins war ich nicht ganz glücklich, aber ich habe das Beste daraus gemacht“, sagte sie. Umso länger musste sie sich anschließend gedulden, was die Konkurrentinnen leisten würden. „Das fand ich ganz schlimm, da zu sitzen und zu warten, da geht einem immer durch den Kopf, ob es reicht. Umso glücklicher bin ich mit der Medaille.“

Synchronschwimmerin Klara Bleyer aus Deutschland zeigt glücklich ihre Bronzemedaille aus dem Technischen Solo bei der EM 2026 in Paris© DSV

In der Freien Kür gewann Klara Bleyer Silber, in der Technischen Kür gab es nun die Bronzemedaille

Nach dem Urlaub wird bald an den neuen Küren gearbeitet

Bereits im Vorjahr hatte Bleyer in der Technischen Kür EM-Bronze geholt. Diesmal stellte sie mit 258,0400 Punkten sogar eine persönliche Bestleistung auf. Besser als die Deutsche waren in Paris nur die WM-Dritte Iris Tío Casas (ESP/263,6250) und Vasilina Khandoshka (NAA/263,3817), die in Singapur Zweite gewesen war. Die zweifache Titelverteidigerin Vasiliki Alexandri (GRE/243,8917) auf Platz fünf ließ Bleyer dagegen hinter sich. „Ich bin sehr erleichtert. Mit den ersten zwei Elementen war ich heute nicht so zufrieden. Aber wie ich schon nach der Freien Kür gesagt habe: Es ist immer etwas Besonderes, wenn eine deutsche Synchronschwimmerin aufs Treppchen kommt.“

Alle EM-Ergebnisse aus Paris

Nach den erfolgreichen Europameisterschaften ist nun erstmal Urlaub angesagt. „Ich gönne mir erst einmal eine kleine Verschnaufpause, um mal auf andere Gedanken zu kommen, nachdem die Saison sehr stressig war mit vielen Wettkämpfen und vielen Reisen“, verriet Bleyer. „Und dann werden wir an neuen Küren arbeiten. Wir werden zusammen mit Ona Carbonell beide Soloküren und auch das Technische Duett neu machen, weil ja auch neue Elemente kommen. Damit wir uns nächstes Jahr noch mal steigern können.“