Klara Bleyer setzt ihre Medaillenserie fort und gewinnt EM-Silber

Philip Häfner
Philip Häfner
11:50

Die Bochumerin schwimmt in der Freien Kür des Solowettbewerbs erneut aufs Podest. Warum die Bochumerin ihre Leistung selbst als surreal bezeichnete und ihr Auftritt in Paris auch ein Abschied war.

Wieder eine Medaille: Klara Bleyer freut sich über ihren EM-Erfolg in Paris© Jo Kleindl

Wieder eine Medaille: Klara Bleyer freut sich über ihren EM-Erfolg in Paris

Klara Bleyer ist im Solowettbewerb des Synchronschwimmens längst eine Konstante auf dem EM-Podium geworden. Nach Silber 2024 und Gold im vergangenen Jahr konnte die 22-Jährige von den Freien Schwimmern Bochum ihre Medaillenserie in der Freien Kür auch bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) fortsetzen. Bleyer zeigte am Montagmorgen eine fehlerfreie Darbietung und gewann mit 289,2463 Punkten Silber hinter Vasilina Khandoshka (NAA/292,3887), aber vor Weltmeisterin Iris Tio Casas (ESP/284,5550).

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„Das bedeutet mir sehr viel, dass ich aufs Treppchen gekommen bin“, sagte sie. „Klar habe ich gehofft, dass ich meinen Titel verteidigen kann. Aber es ist keine Selbstverständlichkeit, immer eine Medaille zu gewinnen. Für mich ist es jedes Mal etwas Neues und etwas Aufregendes, weil es einfach so surreal ist, dass deutsche Synchronschwimmer aufs Treppchen kommen. Das ist was ganz Besonderes.“ Deswegen sei sie umso fröhlicher über den Ausgang. „Ich halte es für eine ganz wertvolle Silbermedaille“, befand auch Bundestrainerin Stephanie Marx.

Erfolgreicher Abschied für die Weltraum-Kür

Gegenüber dem Vorkampf, wo die Bochumerin vor zwei Tagen noch ein Basemark mit entsprechendem Punktabzug kassiert hatte, konnte sie im Finale nochmal deutlich zulegen und sich damit im Klassement um einen Platz verbessern. „Ich glaube, meine Stärke ist es, eine gute Balance zwischen der Schwierigkeit und dem künstlerischen Ausdruck zu haben. Daran werde ich jetzt noch weiter arbeiten in den nächsten Jahren und im Hinblick auf die Weltmeisterschaft nächstes Jahr“, sagte Bleyer.

Dann mit einer neuen Choreographie, denn die Weltraum-Kür, die sie nun über zwei Jahre erfolgreich geschwommen ist, ist nun Geschichte. „Ich bin diese Routine das letzte Mal geschwommen. Das ist so schön, das mit einer Medaille abzuschließen. Ich denke, ich bin bereit für was Neues und hoffe, dass die nächsten Jahre weiter so laufen“, so die Vize-Europameisterin. „Mein Traum ist es immer noch, eine WM-Medaille zu bekommen, und daran halte ich fest und gebe mein Bestes.“

Zum vierten Mal in Folge eine EM-Medaille für Deutschland

Den Solowettbewerb wird sie also auch künftig bestreiten – am Dienstag (ab 09:00 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) noch einmal in Paris im Finale der Technischen Kür und dann auch in der kommenden Saison. Gleichwohl wird der Fokus dann aber noch mehr auf dem Duett liegen, wo 2027 bei der WM bereits die Tickets für Olympia in Los Angeles (USA) ein Jahr später vergeben werden. „Das Ziel sind die Olympischen Spiele“, betonte Klara Bleyer.

Es wäre der nächste Schritt einer tollen Entwicklung, die das Synchronschwimmen hierzulande in den vergangenen Jahren genommen hat. Seit 2023 hat Deutschland bei jeder EM immer mindestens eine Medaille gewonnen, wobei Bleyer an allen Edelmetallen beteiligt war. Auch diese Serie hat nach ihrem Silber-Coup von Paris weiter Bestand.

Klara Bleyer konnte sich gegenüber dem Vorkampf noch einmal deutlich steigern© Jo Kleindl

Klara Bleyer konnte sich gegenüber dem Vorkampf noch einmal deutlich steigern