Am Freitagvormittag kraulen zudem Juliana Buttler und Moritz Erkmann in die Endläufe über 800m Freistil.
Bei den Junior*innen-Europameisterschaften in München steht dem Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) an diesem Freitag ein besonders ereignisreicher Finalabend bevor. Aussichtsreich in den Medaillenkampf geht neben Louis Hoffmann (200m Brust), Mitja Bauer (200m Rücken) und Larus Thiel (50m Freistil) auch die Mixed-Staffel über 4x100m Lagen (ab 18:00 Uhr, Livestream bei Sporteurope.TV) an den Start.
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Im Vorlauf sicherten Fabian Mager (SG Neuss), Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin), Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz) und Leni Labarre (SC Magdeburg) Deutschland in 3:54,19 Minuten den sechsten Startplatz dafür. Vielstarter wie Mitja Bauer und Linda Roth konnten sich so noch einige Kräfte aufsparen, mit ihnen ist am Abend sicher eine erhebliche Verbesserung der Zeit möglich.
© Tino HenschelFabian Mager, Louis Hoffmann, Leni Labarre und Yara Fay Riefstahl (v. l.) sicherten souverän den Finalplatz mit der Staffel
„Gerade nach gestern ist es schon ziemlich hart, sich nochmal aufzuraffen, aber für die Staffel versucht man alles rauszuholen, egal, wie weh es am Ende tut“, betonte Riefstahl, die sich vorher wie auch Evelyn Wegrotzki (SG HT16 Hamburg) auch noch fürs Halbfinale über 200m Schmetterling qualifizieren konnte. Am Abend zuvor war Riefstahl Fünfte über 100m Schmetterling geworden. Um der verpassten Medaille hinterherzutrauen, blieb aber keine Zeit. Und mit der Staffel ergibt sich heute dann schon die nächste Chance auf Edelmetall.
Alle JEM-Ergebnisse auf einen Blick
Auch Linda Roth bestritt am Freitagvormittag ein weiteres JEM-Rennen. Nach Gold über 200m Freistil erreichte die Magdeburgerin über 100m Freistil mit überschaubarem Aufwand das Halbfinale. Ihre 55,62 Sekunden reichten locker zu Rang acht. Ein Ausrufezeichen setzte allerdings Kira Manokhina (NA), die mit 54,07 fast eine Sekunde schneller war als der Rest des Feldes. „Die Zeit reicht zum Weiterkommen, deswegen ist es in Ordnung“, sagte Roth.
Moritz Erkmann erreicht das nächste JEM-Finale
Über 800m Freistil qualifizierte sich Roths Vereinskollegin Juliana Buttler in 8:47,78 Minuten als Siebte für das Finale am Samstagabend. Sydney Savannah Ferch (SG Dortmund/8:51,83) wurde Elfte und Melina Nitschke (8:56,69) belegte Rang 21. Bei den Männern erreichte Moritz Erkmann (beide SC Chemnitz) als Sechster (8:02,33) den Endlauf. Als Neunter schied sein Trainingskollege Mattheo Straßburger (STV Limbach-Oberfrohna/8:04,38) ebenso aus wie Jonas Lieschke (Hamburger SC/8:12,85) und Simon Brugger (SG Stadtwerke München/8:23,64) auf den Plätzen 16 und 29. Ebenfalls Neunter wurde Jannes Schmidt (SC Wiesbaden) über 400m Lagen (4:27,42 Minuten), drei Zehntel fehlen nur zum Finale. Rudolf Bordas (SC Magdeburg) belegte Rang 13 (4:28,83).
„Hinten raus war es hart“, meinte Erkmann, der am Vorabend das Finale über 1500m Freistil bestritten hatte, wo er mit Bestzeit Fünfter geworden war. „Aber die Halle hat mich schon wieder getragen. Und ich hatte im Hinterkopf als Motivation, dass zum Finale meine Familie kommen wird. Nach den 1500 Metern gestern heute gleich die 800 ist schon hart, aber dass es wieder mit dem Finale geklappt hat, macht mich schon sehr stolz.“