Aktive ärgern sich über die erneut schlechte Wasserqualität beim Weltcup in Portugal.
© Pedro Reis/World Aquatics
Im vergangenen Jahr konnte Freiwasserschwimmerin Lea Boy erstmals in ihrer Karriere den deutschen Meistertitel auf der olympischen 10km-Distanz gewinnen. Zu gern hätte ihn die 26-Jährige vom SV Würzburg 05 am Freitag im Guggenberger See unweit von Regensburg daher verteidigt. Doch daraus wird leider nichts. Boy muss den geplanten Start bei den Deutschen Meisterschaften Freiwasserschwimmen aus gesundheitlichen Gründen absagen.
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Wie schon im Vorjahr hat Boy im Anschluss an den Weltcup in Setúbal (POR) mit heftigen Magenproblemen zu kämpfen. „Die zehn Kilometer am Freitag sind für mich definitiv keine Option mehr, ich habe sehr viel Flüssigkeit verloren. Wir warten noch ab, ob es bald besser wird und ich eventuell wenigstens das Fünf-Kilometer-Rennen am Sonntag mitschwimmen kann. Aber es sieht schlecht aus. Und so kurz vor den Europameisterschaften in Paris will man natürlich auch nicht zu viel riskieren“, so Boy.
Laut Gregorio Paltrinieri mussten einige ins Krankenhaus
In Portugal hatte die Würzburgerin Rang drei in der Weltcup-Gesamtwertung und damit eine Prämie von 25.000 US-Dollar erkämpft. Doch nun fragt sie sich, ob der Preis dafür nicht zu hoch war. „Leider passiert das ja jedes Jahr in Setúbal, und es werden immer mehr. Das ist echt übel“, sagte Boy. In den Sozialen Medien meldeten viele Aktive, dass es sie erwischt hat. „Mehr als zehn Aktive krank, einige davon im Krankenhaus. Wasserqualität ist ein Thema, die Temperatur auch. Aber nichts ändert sich“, monierte Italiens Superstar Gregorio Paltrinieri auf Instagram.
Seine Landfrau Ginevra Tadeucci schrieb Richtung Weltverband: „Die ganze Nacht erbrochen, am Boden liegend. Wo bleibt der Schutz für die Athlet*innen?“ Auch der Magdeburger Florian Wellbrock forderte, dass bei den Austragungsorten einiges überdacht gehört und wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Wasserqualität gelegt werden sollte.
© Pedro Reis/World AquaticsHinter Oliver Klemet (M.) war Gregorio Paltrinieri (l.) in Setúbal Zweiter beim Knockout Sprint geworden