DSV nominiert Aufgebot im Wasserspringen für die EM in Paris

Philip Häfner
Philip Häfner
10:30

Elf Aktive sind bei den Europameisterschaften für Deutschland am Start. Dabei entscheiden sich einige Besetzungen erst kurzfristig.

Wasserspringer Moritz Wesemann aus Deutschland im WM-Finale vom 3m-Brett 2025 in Singapur© Jo Kleindl

Moritz Wesemann tritt bei der EM im Wasserspringen als Titelverteidiger vom 1m-Brett an und startet auch vom 3m-Brett

Nach den Deutschen Meisterschaften in Berlin geht es für die besten Wasserspringer*innen des Landes in dieser Woche direkt weiter zum nächsten Wettkampf. Bereits am kommenden Wochenende steht für sie das International Diving Meet in Madrid (ESP) an – ein weiterer wichtiger Schritt in Vorbereitung auf die EM in Paris (FRA/31. Juli – 16. August).

Für die Europameisterschaften selbst hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) im Anschluss an die DM ebenfalls sein Aufgebot nominiert. Elf Aktive treten in sieben Wochen die Reise in die französische Hauptstadt an – fünf Frauen und sechs Männer. Bei den Männern sind damit sämtliche Disziplinen voll besetzt, wobei der zweite Teilnehmer im 3m-Einzel neben Moritz Wesemann sich erst kurzfristig zwischen Lou Massenberg und Jonathan Schauer (alle SV Halle) entscheidet.

Starke DM-Leistungen geben zusätzlichen Rückenwind

Bei den Frauen ist Deutschland ebenfalls in allen Wettbewerben vertreten, nur vom 1m-Brett wird der zweite Startplatz nicht ausgeschöpft. Dabei gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Festlegung über die zweite Athletin neben Lena Hentschel (Berliner TSC) im 3m-Synchronspringen – in Frage kommen hierfür Jette Müller (Dresdner SC 1898) oder die erst 17 Jahre alte Emily Deml (SV Halle), die sich bei der DM in starker Verfassung präsentiert hat. Für sie wäre Paris ihre EM-Premiere bei den Erwachsenen. Ob aus den qualifizierten Athlet*innen auch ein Mixed-Turm-Synchronpaar besetzt wird, entscheidet sich ebenfalls kurzfristig. Gleiches gilt für die Aufstellung im Team-Event.

Bei den vergangenen Europameisterschaften 2025 in Belek (TUR) hatten die deutschen Wasserspringer*innen insgesamt zwölf Podestplätze erreicht (3-5-4). Das war mehr als jede andere Nation. Deutschland gewann damit auch die Team-Trophy. „Natürlich wissen wir, dass in Belek nicht alle Nationen in Top-Besetzung angetreten waren. Trotzdem möchten wir in Paris an die dortigen Ergebnisse anknüpfen und wieder um die Medaillen mitspringen. Die bei den Deutschen Meisterschaften gezeigten Leistungen waren vielversprechend und geben uns viel Rückenwind auf dem Weg zur EM“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Moritz Wesemann vom 1m-Brett und im 3m-Synchronspringen (damals mit dem diesmal nicht nominierten Timo Barthel) sowie Lena Hentschel und ihr Vereinskollege Luis Avila Sanchez im Mixed-3m-Synchronspringen gehen in Frankreich sogar als Titelverteidiger*innen an den Start.

Das DSV-Aufgebot zur EM im Wasserspringen:

Männer:

Lou Massenberg (3m-Synchron), Moritz Wesemann (1m-Brett, 3m-Brett), Jonathan Schauer (alle SV Halle/1m-Brett, 3m-Synchron), Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/Turm-Synchron, Mixed-3m-Synchron), Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen/Turmspringen, Turm-Synchron), Ole Rösler (WSC Rostock/Turmspringen)

Frauen:

Lena Hentschel (1m-Brett, 3m-Brett, 3m-Synchron, Mixed-3m-Synchron), Pauline Pfeif (Turmspringen, Turm-Synchron), Elena Wassen (alle Berliner TSC/Turmspringen, Turm-Synchron), Emily Deml (SV Halle/ggf. 3m-Synchron), Jette Müller (Dresdner SC 1898/3m-Brett, ggf. 3m-Synchron)