Die besten Teams des Landes ermitteln bei der gemeinsamen Endrunde am 01./02. Mai in Berlin die DSV-Pokalsieger*innen. Bei den Frauen kommt es schon im Halbfinale zum vorweggenommenen Endspiel.
Als aktuell bester Torjäger der Wasserball-Bundesliga hat Nationalspieler Elias Metten großen Anteil an der bislang so erfolgreichen Saison seines Klubs ASC Duisburg. Die Duisburger beendeten die Vorrunde als Zweiter noch vor Rekordchampion Wasserfreunde Spandau 04, nach zwei klaren Siegen im Viertelfinale steht man in den Play-offs nun in der Vorschlussrunde. Noch bevor es dort um den Einzug ins Ligafinale geht, wollen die Duisburger nun bei der DSV-Pokalendrunde am 01./02. Mai in Berlin ihre Saison veredeln und den ersten nationalen Titel seit dem Double 2013 gewinnen.
Die Chancen stehen in diesem Wettbewerb so gut wie in keinem anderen. Im Halbfinale trifft der ASCD am Freitag zunächst auf die White Sharks Hannover, die man in der Liga zweimal geschlagen hat. Im anderen Semifinale ist Titelverteidiger Waspo 98 Hannover gegen den Duisburger SV 98 klar favorisiert. „Klar müssen wir erst einmal das Spiel gegen die White Sharks gewinnen. Aber wir gucken auch schon auf Waspo und bereiten uns darauf vor“, sagt Elias Metten. Auch er weiß: In einer Play-off-Serie wäre Hannover, das national seit nunmehr fast zwei kompletten Spielzeiten nicht mehr verloren hat, wohl zu stark. „Aber im Pokal ist es nur ein Spiel, da kann alles passieren“, so Metten. „Das ist eine einmalige Chance. Und wir werden alles geben, was wir haben.“
© Florian SchwarzbachElias Metten ist bester Torschütze der Bundesliga im Wasserball und will jetzt auch bei der Pokalendrunde jubeln
Nach mehreren Abgängen im Sommer schien das Team des ASC Duisburg zunächst schwächer als noch in der Vorsaison. „Aber genau deshalb hat jeder von uns noch mehr Verantwortung übernommen. Wir sind als Mannschaft zusammengewachsen und harmonieren alle extrem gut miteinander. Und dann läuft es eben“, begründet Elias Metten den derzeitigen Erfolg. Das Team, das es zu schlagen gilt, bleibt aber Waspo Hannover. Seit 2017 haben die Niedersachsen in neun Jahren sieben Mal den DSV-Pokal geholt; in der laufenden Saison stehen sie auch in der Champions League unter den besten acht Klubs Europas. „Das ist nochmal eine andere Klasse“, sagt Metten. Und freut sich umso mehr auf ein mögliches Endspiel am Samstag gegen diesen Gegner.
Der Spielplan der DSV-Pokalendrunde
Freitag, 01. Mai 2026:
13:00 Uhr: 1. Halbfinale Frauen Uerdinger SV 08 – SC Chemnitz
15:00 Uhr: 1. Halbfinale Männer ASC Duisburg – White Sharks Hannover
17:00 Uhr: 2. Halbfinale Männer Duisburger SV 98 – Waspo 98 Hannover
19:00 Uhr: 2. Halbfinale Frauen SV Blau-Weiß Bochum – Wasserfreunde Spandau 04
Samstag, 02. Mai 2026:
12:00 Uhr: Spiel um Platz Männer
14:00 Uhr: Spiel um Platz drei Frauen
16:00 Uhr: Finale Frauen
18:00 Uhr: Finale Männer
Vorweggenommenes Endspiel bei den Frauen zwischen Spandau und Bochum
Die DSV-Pokalendrunde wird in auch in diesem Jahr wieder als gemeinsames Turnier beider Geschlechter ausgetragen. Bei den Frauen sind die Titelverteidigerinnen aus Berlin abermals die Favoritinnen. Die Wasserfreunde Spandau 04 haben seit 2019 in jedem Jahr den DSV-Pokal gewonnen, inzwischen also schon sieben Mal hintereinander. Mehr Titel hat bei den Frauen nur noch der SV Blau-Weiß Bochum als Rekordsieger dieses Wettbewerbs (neun Siege) zu Buche stehen. Eben jene Bochumerinnen treffen diesmal schon im Halbfinale auf Spandau – es ist das Top-Spiel des ersten Tages und ein vorweggenommenes Endspiel zwischen den beiden führenden Frauenteams des Landes. Das andere Halbfinale bestreiten der Uerdinger SV 08 und der SC Chemnitz. Auch hier finden das Endspiel und das Spiel um Platz drei dann am Samstag statt.
Tagestickets für die Pokalendrunde sind noch verfügbar und kosten 15,00 oder ermäßigt 10,00 Euro. Die Turnierkarte für beide Tage ist für 25,00 zu haben (ermäßigt 15,00). Für alle, die nicht in Berlin dabei sein können, hat die SG Neukölln Berlin als Ausrichter außerdem einen Livestream aller Partien unter waterpolo.stream eingerichtet.