Nach dem Gewaltausbruch hat World Aquatics die Weltcup-Station in Zapopan abgesagt. Das hat Auswirkungen auch für die Qualifikation fürs Super Final.
© World AquaticsDer Weltcup im Wasserspringen in Mexiko ist abgesagt
Es sind gerade unruhige Zeiten in Mexiko. Nach dem Tod von Drogenbaron „El Mencho“ kommt es in weiten Teilen des Landes zu schweren Unruhen. Mindestens 74 Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf Sicherheitsminister Omar García Harfuch berichtete. Die mexikanische Regierung hat Sicherheitskräfte und Militär mobilisiert. Mehrere Länder, darunter auch Deutschland, haben Warnungen ausgesprochen. Das Auswärtige Amt rät derzeit von Reisen ins Risikogebiet ab.
Die Gewalt hat auch Auswirkungen auf den Schwimmsport. In Mexiko sollte in dieser Woche vom 05. – 08. März eigentlich die zweite Station des Weltcups im Wasserspringen stattfinden. Als Austragungsort war Zapopan im Bundesstaat Jalisco vorgesehen, der von den Unruhen besonders betroffen ist.
Der Weltverband hat nun reagiert und die Veranstaltung in Mexiko kurzfristig abgesagt. „Diese Entscheidung erfolgte nach einer gründlichen Risikobewertung der Lage in Zapopan und im Bundesstaat Jalisco, in der die aktuelle öffentliche Sicherheitslage sorgfältig analysiert wurde. Die Sicherheit aller Teilnehmer*innen an World Aquatics-Veranstaltungen hat für uns oberste Priorität“, heißt es in der heute versendeten Mitteilung.
Die Sicherheit unserer Aktiven hat für uns oberste Priorität, deshalb unterstützen wir die Entscheidung von World Aquatics.
Die Absage des Weltcups im Wasserspringen in Mexiko hat auch Auswirkungen auf das Super Final
Christian Hansmann, Vorstand Leistungssport im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV), erklärte: „Die Sicherheit unserer Aktiven hat für uns oberste Priorität, deshalb unterstützen wir die Entscheidung von World Aquatics. Das Auswärtige Amt rät derzeit von Reisen in den Bundesstaat Jalisco ab. Die Lage wird dynamisch bewertet, und weitere Vergeltungsmaßnahmen und Gewalt können nicht ausgeschlossen werden. Diesem Risiko dürfen wir unsere Athlet*innen nicht aussetzen. Die Absage der Veranstaltung war deshalb die richtige Entscheidung.“ Auch andere wichtige Nationen hatten sich gegen eine Durchführung des Events in Mexiko ausgesprochen.
Die Qualifikation für das Super Final vom 01. – 03. Mai in Peking (CHN) erfolgt demnach ausschließlich auf Grundlage der Ergebnisse des laufenden Weltcups in Montréal (CAN).