Warum das DSV-Team erst gegen die Slowakinnen gewonnen hat, nun aber dem heutigen Gegner die Daumen drückt, erfährt du hier.
Deutschlands Frauen haben bei den Europameisterschaften im Wasserball in Funchal (POR) den ersten Sieg gefeiert. Und dieser fiel am Dienstag sehr deutlich aus. Gegen die Slowakei gewann das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) mit 22:11. Rückkehrerin Barbara Bujka war mit fünf Treffern die beste Torschützin auf deutscher Seite, aber auch Ira Deike (vier Tore), Kapitänin Gesa Deike und Belén Vosseberg (jeweils drei) trugen entscheidend zu diesem Erfolg bei. Nach einem Ruhetag trifft die DSV-Auswahl am Donnerstag (14:45 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) zum Abschluss der Vorrunde noch auf Weltmeister Griechenland.
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„Wir sind heute mit einer guten Leistung zurückgekommen nach der gestrigen Niederlage gegen Frankreich. Das war wichtig“, meinte Head Coach Karsten Seehafer. Bereits beim vergangenen EM-Turnier 2024 trafen Deutschland und die Slowakinnen in der Vorrunde aufeinander, damals siegte das DSV-Team nur knapp mit 12:10. Diesmal gelangen gegen den gleichen Gegner also fast doppelt so viele Tore. „Eindhoven war vor zwei Jahren. Wir schauen nicht zurück, sondern immer nur voraus. Wir wollen uns stetig weiter verbessern“, sagte Seehafer.
Deutschland glänzt bei der Wasserball-EM gegen die Slowakei
Nur ganz am Anfang lag Deutschland zurück (0:2), glich aber schnell aus und übernahm in der Folge dann bald die Kontrolle über das Spiel. Gerade in der Anfangsphase waren die Deutschen immer wieder über die linke Seite erfolgreich, die Deike-Schwestern gingen dabei im ersten Viertel mit zusammen vier Treffern voran. Mit einer 7:5-Führung ging es in die erste Pause, nach der das DSV-Team das Tempo dann nochmals anzog. Im zweiten Viertel gelangen gleich vier Treffer hintereinander, ohne dass die Slowakinnen ihrerseits zum Torerfolg kamen – zur Halbzeit war der Vorsprung so bereits auf 13:6 angewachsen.
© Istvan DerencsenyiDeutschlands Wasserballerinnen, hier Sinia Plotz, überzeugen gegen die Slowakei
Vollgas bis zum Schluss – denn das Torverhältnis kann entscheidend sein
Auch nach Wiederanpfiff blieb es eine einseitige Angelegenheit. Die Deutschen bauten ihre Führung weiter aus, wohingegen die Slowakei in der Offensive weiterhin große Probleme hatte und im dritten Viertel fast sieben Minuten auf ihren ersten Treffer warten musste. Beim Stand von 16:6 war der Vorsprung dann erstmals zweistellig. Deutschland ließ aber nicht nach und gab bis zum Ende weiter Vollgas. Wohlwissend, dass das Torverhältnis am Ende noch eine Rolle spielen kann.
Denn selbst nach der 11:13-Niederlage gegen Frankreich zum Auftakt bestehen weiterhin Chancen auf Platz zwei in der Gruppe und damit den Sprung in die Top acht – auch wenn das DSV-Team am Donnerstag gegen die griechischen Weltmeisterinnen natürlich klarer Außenseiter ist. Sollte nämlich die Slowakei am gleichen Tag gegen Frankreich gewinnen (und Griechenland zuvor am Dienstagnachmittag seiner Favoritinnenrolle gegen die Französinnen gerecht werden und dieses Spiel wie erwartet für sich entscheiden), hätten Deutschland, die Slowakei und Frankreich allesamt drei Punkte auf dem Konto. In diesem Fall würde das Punkt- und Torverhältnis im Dreiervergleich über Platz zwei entscheiden. „Wir drücken jetzt den Slowakinnen die Daumen und hoffen auf eine Überraschung“, so Trainer Seehafer.