Yara Fay Riefstahl Vorlaufschnellste, Moritz Erkmann und Simon Brugger schwimmen ins JEM-Finale

Kilian Graef
Kilian Graef
12:47

Am zweiten Tag der Wettbewerbe in München 2026 sichern sich sechs DSV-Schwimmer*innen Final- oder Halbfinaltickets.

Yara Fay Riefstahl© Tino Henschel

Yara Fay Riefstahl wurde ihrer Rolle als Favoritin im Vorlauf gerecht

Rund um die Junior*innen-Europameisterschaften im Schwimmen in München bekommt man Yara Fay Riefstahl dieser Tage ziemlich häufig zu Gesicht. Zumindest auf den vielen Plakaten, die die Titelkämpfe in der ikonischen Olympia-Schwimmhalle von 1972 bewerben. „Es ist schon krass, hier so oft zu hängen“, meinte die Schwimmerin vom SC Chemnitz selbst. „Geschnappt habe ich mir aber noch keines. Nur eins für unsere Physiotherapeutin unterschrieben.“

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Am zweiten JEM-Vormittag bekamen die Fans Riefstahl dann zum ersten Mal in Aktion zu sehen. Über 100m Schmetterling qualifizierte sich die 18-Jährige als Schnellste in 59,30 Sekunden souverän für das Halbfinale am Abend (ab 18:00 Uhr, Livestream bei Sporteurope.TV). Zudem kam Linda Roth (SC Magdeburg) in 1:00,25 Minuten als Sechste eine Runde weiter. „Es hat sich extrem gut angefühlt“, sagte Riefstahl. Die Rolle als Favoritin scheint ihr kein Rucksack zu sein. „Wenn ich weiß, dass ich hier schon im Vorlauf eine 59,3 schwimmen kann, gibt das sehr viel Sicherheit.“

Vandenhirtz und Mau im 50m-Sprint eine Runde weiter

Linda Roth kämpft am Abend dann auch noch um Edelmetall im Finale über 200m Freistil. Die große Show am Finalnachmittag erleben aber auch Lara Vandenhirtz (SG Essen) und Leonie Mau (SSV PCK 90 Schwedt) aktiv mit. Vandenhirtz sprintete über 50m Freistil mit Spaß als Erfolgsrezept in das Halbfinale am Abend. „Sobald ich mir Druck mache, schwimme ich nicht mehr so gut“, sagte sie. Mit Spaß an der Sache kämen die guten Zeiten von allein – in dem Fall eine 25,62 Sekunden, die den Halbfinaleinzug als Siebtschnellste bedeuteten. Mau folgte ihr als Elfte nach den Vorläufen in den Nachmittag. „Sprinten macht mir super viel Spaß, weil jede Millisekunde zählt“, betonte die Brandenburgerin.

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Auch auf den Langstrecken lief es erfreulich beim Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV). Über 1500m Freistil qualifizierten sich mit Moritz Erkmann (SC Chemnitz/15:25,88 Minuten) und Simon Brugger (SG Stadtwerke München/15:46,65) nämlich gleich zwei Männer fürs Finale am Donnerstag. „Es ist super, dass noch ein zweiter Deutscher im Finale steht. Ich habe im Callroom gemerkt, dass ich doch sehr nervös bin. Und dann jemanden zu haben, mit dem man noch ein nettes Wort quatschen oder einen Witz reißen kann, hilft mir sehr“, meinte Erkmann zu Vorlaufplatz vier.

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Brugger sicherte sich mit acht Hundertsteln Vorsprung vor Mateusz Ciba (POL) das letzte Finalticket. „Dass ich das Becken kenne, hat viel geholfen. Dafür, dass es früh war und ich abends deutlich besser schwimmen kann, war es ein gutes Rennen“, meinte der 17-Jährige. Als einziger Münchener im DSV-Team erhofft er sich vom Heimvorteil einiges: „Wenn man einläuft, merkt man die Unterstützung sofort. Die Stimmung ist brutal und ich freue mich schon auf morgen.“

Lara Vandenhirtz nach dem Anschlag© Tino Henschel

Lara Vandenhirtz bliebt im 50m-Vorlauf nur acht Hundertstel über ihrer Bestzeit