Weltrekord zum JEM-Auftakt – Linda Roth Vorlaufschnellste

Philip Häfner
Philip Häfner
12:57

Bereits im ersten Abschnitt der Nachwuchstitelkämpfe in München sieht das Publikum in der Olympia-Schwimmhalle den ersten Weltrekord.

Linda Roth nach ihrem überzeugenden Vorlauf über 200m Freistil© Tino Henschel

Linda Roth nach ihrem überzeugenden Vorlauf über 200m Freistil

Linda Roth ist für die Junior*innen-Europameisterschaften in München (07. – 12. Juli) eine der prägenden Charaktere im Aufgebot des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV). Auf allen ihren vier Einzelstrecken steht sie weit vorn in den Meldelisten und hegt entsprechende Medaillenambitionen. Dieser Rolle als Anführerin im DSV-Team wurde die 18-Jährige vom SC Magdeburg im ersten Vorlaufabschnitt am Dienstag gleich gerecht. Über 200m Freistil lieferte Roth im Vorlauf mit 2:00,11 Minuten die schnellste Zeit ab und blickt entsprechend optimistisch auf die nächste Aufgabe im Halbfinale am Abend (ab 18:00 Uhr, Livestream bei Sporteurope.TV).

Begleitet wird sie ins Halbfinale von Vereinskollegin Juliana Buttler, die mit 2:00,29 die drittbeste Leistung anbot und ihre persönliche Bestleistung um knapp eine halbe Sekunde verbesserte. Zwischen den beiden Deutschen lang im Ranking nur die Italienerin Bianca Nannucci (2:00,23). Bei den Männern stehen auf dieser Strecke mit Nils Nolte (Berliner TSC/1:49,41/Platz elf) und Rudolf Bordas (SC Magdeburg/1:50,10/Platz 13) ebenfalls zwei DSV-Starter im Halbfinale, auch Bordas schwamm dort Bestzeit.

Laura Sophie Kohlmann steht als erste Deutsche im Finale

Am Abend stehen in der Olympia-Schwimmhalle auch schon die ersten Finalentscheidungen an. Über 400m Lagen vertritt dann Laura Sophie Kohlmann (SG Essen) die deutschen Farben, die sich als Siebte in 4:51,39 für den Endlauf qualifizierte.

Jetzt Tickets für die JEM im Schwimmen kaufen

Vorlaufschnellste war die Titelverteidigerin Amalie Smith (GBR/4:42,30), die nach doppeltem Lagengold im Vorjahr diesmal nur die längere Lagenstrecke bestreitet – schließlich stehen für sie im weiteren Verlauf des Sommers auch noch die Commonwealth Games in Glasgow (GBR) und die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) an.

Dagegen haben die DSV-Staffeln über 4x100m Freistil das Finalticket jeweils knapp verpasst, sowohl die Frauen (3:47,48) als auch die Männer (3:21,83) belegten Rang neun. Bei den Männern gelang den Neutralen Athleten mit Matvei Chekalev, Egor Proshin, Matvei Miliaev, Mikhail Shcherbakov bereits am Vormittag ein neuer Weltrekord mit 3:14,72 Minuten.

Deutsches Team löst vier Halbfinaltickets auf den Sprintstrecken

Über 50m Brust freuten sich alle drei DSV-Schwimmer über eine neue Bestzeit. Ins Halbfinale schaffte es aber einzig Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin) als Gesamtdritter in 27,61 Sekunden. Mit 27,18 stellte der Tscheche Jan Foltyn hier schon im Vorlauf einen Meisterschaftsrekord auf. Den Welt- und Europarekord auf dieser Strecke hält bei den Junioren seit dem vergangenen Jahr bekanntlich der Potsdamer Malte Gräfe (26,95).

JEM 2026: Alle Ergebnisse

Der Einzug ins Halbfinale gelang über 50m Rücken auch Mitja Bauer (SSG Leipzig) mit 25,63 sowie Fabian Mager (SG Neuss) mit 25,92. Bei den Frauen steht auch Viktoria Hoffmann (SG Lübeck/29,01) in den Top 16.