Weltcup in Astana: Steenbergen kassiert mit nächstem Europarekord

Raik Hannemann
Raik Hannemann
17:03

Bei den Männern wird es noch mal spannend, nachdem der Gesamtführende Egor Kornev die Triple Crown über 100m Freistil verpasst.

Mit zwei Siegen zum Auftakt des dritten und letzten Weltcup-Meetings in Astana (KAZ) hat Marrit Steenbergen (NED) der Konkurrenz am Donnerstag eindrucksvoll gezeigt, dass sie sich den Sieg in der mit 100.000 US-Dollar Gesamtwertung nicht mehr nehmen lassen will.

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Über 50m Rücken sicherte sich di 26-Jährige nach den vorherigen Erfolgen in Baku (AZE) und Taschkent (UZB) zum dritten Mal den Tagessieg und damit 10.000 US-Dollar Extraprämie für die Triple Crown. Zuvor hatte Steenbergen in Kasachstan schon die 200m Freistil gewonnen und war dabei 1:50,23 Minuten eine Zehntel unter ihrem Kurzbahn-Europarekord geblieben. Und kassierte so noch einmal 2.500 Dollar, weil sie als Crown Buster den dritten Erfolg von Siobhan Haughey (HKG/1:50,87) verhinderte.

Im Sprintduell hat diesmal McEvoy die Nase vorn

„Ich bin happy mit meinen Rennen hier. Die 200 Meter bin ich länger nicht geschwommen, das hier war aber meine WM-Qualifikation. Ich bin echt überrascht über die 1:50“, sagte Steenbergen, die vorige in Taschkent bereits zwei Europarekorde erzielt hatte. In Astana hat sie n den kommenden beiden Tagen noch vier weitere Rennen in Astana und könnte ihren Prämientopf dort noch auf insgesamt rund 180.000 Dollar anwachsen lassen.

Am Donnerstag setzten sich noch weitere Schwimmstars die Krone in ihrer Disziplin auf, mit Egor Kornev (RUS) verpasste aber ausgerechnet die Gesamtführende bei den Männern den Hattrick. Nach zwei Siegen über 100m Freistil – erst mit eingestelltem Weltrekord in Baku, in Taschkent dann zeitgleich mit Cameron McEvoy (AUS) – schlug Kornev diesmal zwölf Hundertstel hinter dem australischen Sprintstar (45,11) an. McEvoy kündigte dann auch schon mal für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Peking (CHN/01. – 06. Dezember) an: „Ich freue mich über die Bestzeit, würde aber bald gern eine 44 schwimmen.“

In der Gesamtwertung rückte so Pieter Coetze (RSA) in Schlagdistanz zu Kornev. Der Weltmeister war bei seinem dritten Gold über 100m Rücken in 48,40 Sekunden erneut nur knapp über dem Weltrekord (48,16) geblieben. Einen Asien-Rekord stellte bei den Langstreckenrennen am Vormittag Gan Chin Hwee (SPG) auf: Über 1500m Freistil blieb die frühere US-Studentin in 15:38,41 Minuten gleich drei Sekunden unter der bisherigen Bestmarke von Li Bingjie (CHN). Diese Zeit hätte vor zwei Jahren übrigens zu WM-Bronze gereicht. Für die größte Abwechslung sorgten bei diesem Weltcup derweil die Brustschwimmer. Mit Kirill Prigoda (RUS) gab es beim 50m-Sprint den dritten Sieger im dritten Rennen. Aktive aus Deutschland sind in Astana nicht am Start.

Sieger*innen 1. Tag in Astana

1500m Freistil Frauen: Gan Chin Hwee (SGP) 15:38,41* (AR)

1500m Freistil Männer: Lucas Henveaux (BEL) 14:33,14*

400m Lagen Frauen: Yu Yiting (CHN) 4:22,74*

100m Freistil Männer: Cameron McEvoy (AUS) 45,11

50m Schmetterling Frauen: Roos Vanotterdijk (BEL) 24,56*

50m Brust Männer: Kirill Prigoda (RUS) 25,77

200m Freistil Frauen: Marrit Steenbergen (NED) 1:50,23 (ER)

200m Schmetterling Männer: So Ogata (JPN) 1:49,89

100m Brust Frauen: Mona McSharry (IRL) 1:04,03*

100m Rücken Männer: Pieter Coetze (RSA) 48,40*

50m Rücken Frauen: Marrit Steenbergen (NED) 25,76*

200m Lagen Männer: Shaine Casas (USA) 1:51,98

 

*= 3. Sieg in dieser Disziplin innerhalb des Weltcups 2026