Waspo Hannover jagt die Rekorde und freut sich auf Festtage in Europa

Philip Häfner
Philip Häfner
17:20

Der Deutsche Meister setzt in der Bundesliga neue Bestmarken. Und bekommt es in der Champions League im Viertelfinale nun mit der Crème de la Crème des europäischen Wasserballs zu tun.

Mit Spannung blickten die Wasserballer von Waspo 98 Hannover an diesem Montag nach Zagreb (CRO). Dort wurden die Gruppen für das Viertelfinale der Champions League ausgelost – der Deutsche Meister ist nach starken Auftritten und insgesamt drei Siegen in der Vorrunde nach wie vor in der Königsklasse vertreten. Dort bekommt es Hannover nun mit der Elite des europäischen Wasserballs zu tun. Gegner in der zweiten Gruppenphase sind Titelverteidiger FTC Telekom Budapest (HUN), Champions-League-Rekordsieger Pro Recco (ITA), das bereits elf Mal in diesem Wettbewerb triumphierte und in der laufenden Saison in der Vorrunde als einziges Team alle sechs Spiele gewann, sowie HAVK Mladost Zagreb (CRO), das ebenfalls schon sieben Mal Europas Vereinskrone erringen konnte.

„Wir fühlen uns privilegiert, weiterhin in der Champions League mit so starken Mannschaften zu spielen. Und wir werden – wie schon in der ersten Gruppenphase – versuchen, das Spiel zu genießen und unser Bestes zu geben“, sagte Waspo-Coach Aleksandar Radovic.

Wasserballer Denis Strelezkij von Waspo 98 Hannover im Becken mit dem Ball beim Supercup 2024 gegen Spandau 04© Michael Träger

Waspo Hannover in der Bundesliga dominant – Potsdam zurück auf Platz vier

In der Wasserball-Bundesliga ist Hannover selbst das Team, zu dem aktuell alle aufblicken. Am Wochenende stellte der Tabellenführer beim 38:6 gegen die SG Neukölln Berlin zwei weitere Rekordmarken im deutschen Wasserball auf. Noch nie hatte eine Mannschaft 38 Tore erzielt – elf davon gingen allein auf das Konto von Nikola Milardovic. Und mit zusammen 44 Treffern sorgten Waspo und Neukölln auch für die bislang torreichste Partie insgesamt in der Ligahistorie.

Im Kampf um das Heimrecht im Viertelfinale hat sich derweil der OSC Potsdam wieder auf Platz vier geschoben durch das 14:12 beim Duisburger SV 1898 und die gleichzeitige Niederlage der White Sharks Hannover beim zweiten Duisburger Vertreter ASC Duisburg. In der 2. Wasserball-Bundesliga bleibt die SV Krefeld 72 Tabellenführer Düsseldorfer SC 1898 auf den Fersen. In einer packenden Partie setzten sich die Krefelder mit 18:17 gegen den SSV Esslingen durch. Der Siegtreffer durch Tobias Kammermeier fiel dabei erst eine Sekunde vor dem Schlusspfiff.

Ergebnisse Männer

Wasserball-Bundesliga
OSC PotsdamSV Cannstatt14:8 (3:2, 3:1, 4:3, 4:2)
Waspo 98 HannoverWasserfreunde Spandau 0411:7 (3:2, 2:2, 4:1, 2:2)
Duisburger SV 1898ASC Duisburg11:30 (1:8, 3:7, 4:6, 3:9)
SG Neukölln BerlinWhite Sharks Hannover8:14 (2:4, 3:5, 3:4, 0:1)
2. Wasserball-Bundesliga
SpVg Laatzen 1894SV Würzburg 0513:14 (1:6, 4:2, 4:3, 4:3)
Düsseldorfer SC 1898SC Neustadt/Weinstraße16:12 (5:3, 4:3, 3:3, 4:3)
Uerdinger SV 08SSV Esslingen23:22 n. Fm. (4:5, 4:4, 2:5, 8:4, 5:4)
SVV PlauenSV Krefeld 7211:15 3:3, 4:5, 3:4, 1:3)

Tabellen Männer

SpielePunkteToreTordifferenz
Wasserball-Bundesliga*
1.Waspo 98 Hannover1442357:92+265
2.ASC Duisburg1433267:165+102
3.Wasserfreunde Spandau 041432292:140+152
4.OSC Potsdam1418159:228-69
5.White Sharks Hannover1416160:224-64
6.Duisburger SV 18981415171:250-79
7.SV Cannstatt149138:284-146
8.SG Neukölln Berlin143145:306-161
2. Wasserball-Bundesliga*
1.Düsseldorfer SC 18981434199:165+34
2.SV Krefeld 19721433231:164+67
3.SC Neustadt/Weinstraße1428206:186+20
4.Uerdinger SV 081426201:184+17
5.SSV Esslingen1422217:220-3
6.SVV Plauen1416212:214-2
7.SV Würzburg 05149177:227-50
8.SpVg Laatzen 1894140161:244-83
*) Für einen Sieg nach regulärer Spielzeit gibt es drei, für einen Sieg nach Fünfmeterwerfen zwei Punkte. Der Verlierer des Fünfmeterwerfens erhält noch einen Punkt. Unentschieden gibt es seit der Saison 2024/25 nicht mehr.

Chemnitz sichert in der Bundesliga der Frauen den nächsten Punkt

In der Wasserball-Bundesliga der Frauen wurde am Wochenende der erste vollständige Spieltag nach der EM-Pause absolviert. Die Topteams aus Spandau (35:7 in Hamburg) und Bochum (31:2 gegen Uerdingen) feierten jeweils Kantersiege, sehr viel spannender verlief dagegen die Partie zwischen dem SSV Esslingen und Neuling SC Chemnitz 1892. Bis weit ins letzte Viertel hinein sah führten die Gäste, die sich am Ende wenigstens über einen Punkt freuen konnten. Den Sieg sicherten sich im Fünfmeterwerfen (13:12) allerdings doch die Esslingerinnen, bei denen Nationalspielerin Jamie-Julique Haas mit sieben Treffern überragte.

Ergebnisse Frauen

SSV EsslingenUerdinger SV 0815:5 (2:0, 5:3, 4:0, 4:2)
Eimsbütteler TurnverbandSV Blau-Weiß Bochum6:20 (2:6, 2:5, 1:4, 1:5)
SC Chemnitz 1892Wasserfreunde Spandau 047:23 (3:5, 2:6, 0:6, 2:6)
SV Blau-Weiß BochumSSV Esslingen19:8 (5:1, 4:1, 4:5, 6:1)

Tabelle Frauen

PlatzVereinSpielePunkteTorverhältnisTordifferenz
1.Wasserfreunde Spandau 041030275:73+202
2.SV Blau‑Weiß Bochum1024213:89+124
3.SSV Esslingen1017126:127-1
4.SC Chemnitz 189210979:191-112
5.Eimsbütteler Turnverband107109:185-76
6.Uerdinger SV 0810382:219-137