Der Titelverteidiger dreht die Finalserie gegen Spandau dank eines glänzend aufgelegten Torhüters. Am Wochenende fielen in den Wasserball-Bundesligen zudem die Entscheidungen in Sachen Auf- und Abstieg.
Den Wasserballern von Waspo 98 Hannover fehlt in der Bundesliga nur noch ein Sieg zur Titelverteidigung. Am Samstag gewannen die Niedersachsen im heimischen Volksbad Limmer das dritte Finale gegen die Wasserfreunde Spandau 04 mit 10:7. In der Endspielserie im Modus „Best of Three“ werden drei Siege benötigt, um den Titel zu holen. Spiel vier findet am Mittwoch (03. Juni, 19:00 Uhr) in Berlin statt – gewinnt Waspo auch dort, ist das Team erneut Deutscher Meister, es wäre der siebte Titel in neun Jahren. Sollte Spandau den Matchball abwehren, würde die Entscheidung erst am kommenden Samstag in Hannover fallen.
In der Partie am Samstag gaben beide Mannschaften direkt Vollgas. Nach einem torreichen ersten Viertel mit insgesamt neun Treffern in acht Minuten führte Waspo mit 6:3. Bis zur Halbzeit kam der Rekordchampion aus Berlin bis auf 7:5 heran; nach dem Treffer von Márton Nagy – dem einzigen in diesem Abschnitt – stand nach drei Vierteln sogar nur noch 7:6. Der Ungar war mit fünf Treffern bester Torschütze an diesem Tag, von seinen Mitspielern kam auf Spandauer Seite diesmal allerdings zu wenig zählbare Unterstützung.
Trotzdem blieb bis ins Schlussviertel hinein alles offen. Fünf Minuten vor dem Ende führte Waspo weiterhin nur mit einem Tor (8:7). Den Spandauern bot sich die große Chance zum Ausgleich, die sie jedoch nicht nutzen konnten. Hannover war im Endspurt dagegen noch zweimal erfolgreich und brachte den Sieg so nach Hause. Bester Torschütze bei den Gastgebern war Nationalspieler Mark Gansen mit drei Treffern. Als Spieler des Tages wurde allerdings Torwart Felix Benke ausgezeichnet, der mit starken Paraden glänzte und in der gesamten zweiten Halbzeit nur noch einmal hinter sich greifen musste.
© Lennart LöscherWaspo Hannover feierte in der Finalserie den zweiten Sieg gegen Spandau – einer fehlt noch zum Titel
Ein Duisburger Verein bejubelt Bronze, der andere betrauert den Abstieg
Der ASC Duisburg hat derweil wie in der vergangenen Saison die Bronzemedaille in der Wasserball-Bundesliga gesichert. Gegen die White Sharks Hannover gewannen die Westdeutschen auch die zweite Partie mit 20:5 und damit die Serie im Modus „Best of Three“ glatt in zwei Spielen. Ebenfalls im Schnelldurchgang machte der OSC Potsdam Platz fünf perfekt durch ein 19:9 gegen den SV Cannstatt. Alle vier Teams starten damit ebenso wie Waspo und Spandau in der kommenden Saison in einem Europapokal.
Während beim ASC Duisburg also gejubelt werden durfte, herrschte beim Stadtrivalen Duisburger SV 98 tiefe Trauer. Im Spiel um Platz sieben unterlag der siebenfache Deutsche Meister im eigenen Becken mit 13:16 gegen die SG Neukölln Berlin. Nachdem die Berliner auch schon das erste Spiel für sich entschieden hatten, ist Duisburg damit abgestiegen und spielt in der kommenden Saison nur noch zweitklassig. Neukölln bestreitet ab dem kommenden Wochenende die Relegation um den Klassenerhalt gegen den SSV Esslingen.
Krefeld steigt in die Bundesliga auf, Stadtrivale Uerdingen spielt künftig drittklassig
Duisburgs Platz im Oberhaus nimmt die SV Krefeld 72 ein, die gegen eben jene Esslinger auch im Rückspiel mit 18:12 erfolgreich war. In der 2. Wasserball-Bundesliga ist in den Play-offs das Gesamtergebnis nach Hin- und Rückspiel maßgeblich, in der Addition lagen die Krefelder hier mit 33:22 deutlich vorne. Die SVK war bereits in der Saison 2023/24 erstklassig, stieg damals aber direkt wieder ab. Den erneuten Anlauf unternimmt der Verein jetzt übrigens mit einem neuen Logo: Vor dem entscheidenden Spiel gegen Esslingen hatte Krefeld sein neues Wappen präsentiert, das dem Klub nun auch direkt Glück gebracht hat.
Auch die weiteren Abschlussplatzierungen in der 2. Wasserball-Bundesliga stehen fest. Dritter wurde der Düsseldorfer SC 1898 (15:12 gegen den SVV Plauen), Fünfter der SC Neustadt/Weinstraße (15:11 gegen die SpVg Laatzen 1894). Beide Aufsteiger haben damit die Klasse gehalten. Abgestiegen ist dagegen der Uerdinger SV 08, der zu Hause mit 13:14 gegen den SV Würzburg 05 verlor und damit die Hinspiel-Niederlage nicht mehr umbiegen konnte. Würzburg muss Ende Juni ins Aufstiegsturnier mit den Vertretern der Landesgruppen und kann dort den Klassenverbleib sichern.