Die Kanadierin und der Franzose wiederholen ihre Triumphe aus dem Vorjahr und sorgen damit für ein Novum. Was das Besondere an ihrer erneuten Auszeichnung ist, erfährst du hier.
Summer McIntosh (CAN) und Léon Marchand (FRA) haben bei der Wahl der Weltschwimmer*innen des Jahres 2025 für ein Déjà-vu und damit zugleich für ein Novum gesorgt. Die beiden Superstars lagen bei der Abstimmung von World Aquatics erneut ganz vorn und wiederholten damit jeweils ihren Vorjahrestriumph. Es ist nicht das erste Mal, dass Aktive vom Weltverband zwei Jahre in Folge ausgezeichnet wurden, das kam sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern in der Vergangenheit schon häufiger vor. Dass bei beiden Geschlechtern aber jeweils dieselbe Person im Folgejahr noch einmal ausgezeichnet wird, passierte nun tatsächlich zum ersten Mal. Der World Aquatics Athletes of the Year Award wird seit 2010 verliehen.
Summer McIntosh und Léon Marchand mit WM-Titeln und Weltrekorden
Summer McIntosh untermauerte im vergangenen Jahr ihren Status als eine der vielseitigsten Schwimmerinnen aller Zeiten – und das mit immer noch erst 19 Jahren. Die Kanadierin stellte bei den nationalen Meisterschaften innerhalb von fünf Tagen gleich drei Einzelweltrekorde über 400m Freistil (3:54,18 Minuten), 400 m Lagen (4:23,65) und 200 m Lagen (2:05,70) auf. Seit Michael Phelps (USA) bei Olympia 2008 in Peking (CHN) hatte kein Schwimmer mehr drei Einzelweltrekorde bei einem einzigen Wettkampf aufgestellt. Bei den Frauen war dies zuletzt Inge de Bruijn (NED) bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney (AUS) gelungen. Bei den Weltmeisterschaften in Singapur feierte McIntosh anschließend vier WM-Titel über ihre drei Weltrekordstrecken sowie über 200m Schmetterling und holte zudem Bronze über 800m Freistil.
© Tsutomu Kishimoto/World Aquatics
Léon Marchand gewann bei der WM zweimal Gold. Dabei betrachtete der Franzose das Jahr 2025 eigentlich eher als ein „Übergangsjahr“ nach seinem vierfachen Olympiatriumph von Paris (FRA). In Singapur siegte er trotzdem doppelt über 200m Lagen und 400m Lagen. Dabei stellte er über die kürzere der beiden Strecken bereits im Halbfinale mit 1:52,69 Minuten einen Weltrekord auf. Er war damit satte 1,3 Sekunden schneller als der US-Amerikaner Ryan Lochte bei seiner alten Bestmarke 2011. Im Finale blieb Marchand dann abermals unter dem alten Weltrekord mit einer Zeit von 1:53,68, der zweitschnellsten Zeit der Geschichte. Mit Frankreichs Lagenstaffel gab es außerdem Silber.
Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Welt-Wasserballer*innen des Jahres. Dort setzen sich diesmal Alvaro Granados (ESP) und Foteini Tricha (GRE) durch, die mit ihren Ländern jeweils WM-Gold gewonnen hatten. Damit sind jetzt in allen Kategorien die Preise von World Aquatics vergeben. Im Freiwasserschwimmen hatte bei den Männern der Magdeburger Florian Wellbrock als vierfacher Weltmeister von Singapur die Auszeichnung erhalten.