Spandaus Frauen und Hannovers Männer dominieren in den Spitzenspielen

Philip Häfner
Philip Häfner
12:10

Hannover zur Hinrunde ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. Im Europapokal darf eine deutsche Mannschaft ebenfalls jubeln.

Am letzten Spieltag vor Weihnachten und der anschließenden EM-Pause ging es in den Wasserball-Bundesligen am Wochenende noch einmal heiß her. Bei beiden Geschlechtern stand jeweils das Spitzenspiel der beiden aktuell Erst- und Zweitplatzierten und Finalist*innen der vergangenen Saison auf dem Spielplan. Dabei setzte sich bei den Männern der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover überraschend deutlich mit 20:13 bei Rekordchampion Wasserfreunde Spandau 04 durch beendete die Hinrunde damit ohne einen einzigen Verlustpunkt. Bei den Frauen war dagegen Spandau erfolgreich: Die amtierenden Meisterinnen siegten ebenso klar mit 16:8 gegen den SV Blau-Weiß Bochum.

Wasserballerin Emma Koch von den Wasserfreuden Spandau 04 wirft im Spiel gegen Bayer Uerdingen den Ball© Tino Henschel

Spandaus Frauen – hier Emma Koch (schwarze Kappe) – waren im Spitzenspiel klar überlegen

Für Waspos Männer war es der bisher höchste Auswärtssieg in Berlin im Duell der beiden national Top-Teams. Bereits zur Halbzeit führten die Gäste mit 14:7 und verwalteten diesen Vorsprung in der zweiten Hälfte souverän. Spieler des Tages war Nationalspieler Niclas Schipper mit vier Treffern. Am kommenden Wochenende bekommt Spandau jedoch die Chance zur schnellen Revanche, wenn beide Klubs im Achtelfinale des DSV-Pokals abermals aufeinandertreffen.

Ergebnisse Männer

Wasserball-Bundesliga
ASC DuisburgOSC Potsdam20:14 (8:3, 3:4, 4:4, 5:3)
Wasserfreunde Spandau 04White Sharks Hannover24:4 (6:1, 5:2, 8:1, 5:0)
SG Neukölln BerlinDuisburger SV 189813:20 (2:5, 4:4, 3:6, 4:5)
2. Wasserball-Bundesliga
SpVg Laatzen 1894SSV Esslingen19:22 (4:9, 1:4, 6:5, 8:4)
SV Würzburg 05SC Neustadt/Weinstraße14:16 (2:2, 3:4, 2:5, 7:5)
Uerdinger SV 08SVV Plauen14:8 (4:3, 5:1, 3:0, 2:4)
SV Krefeld 72Düsseldorfer SC 189815:13 (4:4, 4:4, 3:4, 4:1)
Uerdinger SV 08SV Krefeld 7213:11 (2:1, 5:5, 3:2, 3:3)

Tabellen Männer

SpielePunkteToreTordifferenz
Wasserball-Bundesliga*
1.Waspo 98 Hannover1236321:82+239
2.Wasserfreunde Spandau 041232274:114+160
3.ASC Duisburg1227222:143+79
4.OSC Potsdam1215142:195-53
5.White Sharks Hannover1213135:198-63
6.Duisburger SV 18981212142:209-67
7.SV Cannstatt126111:252-141
8.SG Neukölln Berlin123119:273-154
2. Wasserball-Bundesliga*
1.Düsseldorfer SC 18981228169:142+27
2.SC Neustadt/Weinstraße1226179:155+24
3.SV Krefeld 19721124177:132+45
4.Uerdinger SV 081223168:151+17
5.SSV Esslingen1218178:183-5
6.SVV Plauen1216182:178+4
7.SV Würzburg 05116139:182-43
8.SpVg Laatzen 1894120140:209-69
*) Für einen Sieg nach regulärer Spielzeit gibt es drei, für einen Sieg nach Fünfmeterwerfen zwei Punkte. Der Verlierer des Fünfmeterwerfens erhält noch einen Punkt. Unentschieden gibt es seit der Saison 2024/25 nicht mehr.

In der 2. Wasserball-Bundesliga der Männer dominieren weiter die Teams aus Nordrhein-Westfalen, die geschlossen auf den ersten drei Plätzen rangieren. Spitzenreiter Uerdinger SV 08 gewann mit 17:14 gegen den SC Neustadt/Weinstraße. Der Tabellenzweite Düsseldorfer SC 1898 siegte mit 15:11 beim SV Würzburg und die SV Krefeld 72 mit 18:9 bei Aufsteiger SpVg Laatzen 1894 – Würzburg und Laatzen warten damit weiter auf ihren ersten Punkt.

Spandaus Frauen besiegen Bochum deutlich, Chemnitz bejubelt ersten Sieg

Das Top-Spiel der Frauen zwischen Spandau und Bochum war ebenfalls eine klare Angelegenheit. Die Gastgeberinnen führten bereits zur Halbzeit mit 9:4 und konnten ihren Vorsprung in der Folge sogar noch ausbauen. Carolina Hendrika Slagter und Kapitänin Gesa Deike, die auch als Spielerin des Tages ausgezeichnet wurde, waren mit je vier Toren am erfolgreichsten auf Berliner Seite. Für Bochum traf Emiliia Khmil ebenfalls vier Mal.

Ergebnisse Frauen

Wasserfreunde Spandau 04Uerdinger SV 0828:10 (5:1, 4:3, 12:3, 7:3)
SC Chemnitz 1892Eimsbütteler Turnverband13:12 n. Fm. (2:2, 2:4, 2:2, 3:1, 4:3)
SV Blau-Weiß BochumWasserfreunde Spandau 049:21 (1:4, 2:6, 3:4, 3:7)

Tabelle Frauen

PlatzVereinSpielePunkteTorverhältnisTordifferenz
1.Wasserfreunde Spandau 04927252:66+186
2.SV Blau-Weiß Bochum715148:71+77
3.SSV Esslingen71189:91-2
4.Eimsbütteler Turnverband7778:134-56
5.SC Chemnitz 18927657:133-76
6.Uerdinger SV 087051:180-129

Über den ersten Saisonsieg freute sich Aufsteiger SC Chemnitz. Das junge Team aus Sachsen gewann mit 16:7 gegen den Uerdinger SV 08 – auch dank gleich sieben Treffern von Merle Staffe.

Esslingen erreicht die nächste Runde im Challenger Cup

Die Frauen des SSV Esslingen waren derweil auf europäischer Bühne erfolgreich. In der ersten Runde des Challenger Cup feierten sie am Ende sogar den Gruppensieg nach Siegen gegen Nevşehir Belediyespor (TUR/12:7) und Slavia UK Bratislava (SVK/11:5) bei nur einer Niederlage gegen Asten Johnson Strakonice (CZE/11:14).

Bereits am Montagvormittag wurde die zweite Runde im vierten Europapokalwettbewerb ausgelost. Die Esslingerinnen treffen vom 05. – 08. März auf San Giljan ASC (MLT), Roter Stern Belgrad (SRB), Clube Fuvial Portuense (POR) und Hapoel Emek Hayarden (ISR). Nur die besten zwei Teams der Fünfergruppe erreichen das Final Four.