Mit Spaß dabei: Klara Bleyer tankt beim Pariser Weltcup kräftig Selbstvertrauen

Philip Häfner
Philip Häfner
21:38

In der EM-Stadt schwimmt die 21-Jährige in beiden Solowettbewerben aufs Treppchen. Vor allem in der Freien Kür hat sie „richtig Gas gegeben“.

Vor dem Weltcup in Paris (FRA) hatte Synchronschwimmerin Klara Bleyer im Gespräch mit World Aquatics noch stolz von dem Schrank berichtet, in dem sie daheim all ihre Medaillen und Maskottchen aufbewahrt. Nach ihrer Rückkehr wird sie dort ein bisschen Platz schaffen müssen, denn aus der französischen Hauptstadt nahm die 21-Jährige von den Freien Schwimmern Bochum weiteres Edelmetall nach Hause mit. Gold und Silber im Solowettbewerb standen am Ende für sie zu Buche.

Sie hat richtig Gas gegeben, ich bin sehr stolz auf sie.

Herausragend war ihr Auftritt in der Freien Kür am Sonntag. Mit 276,8925 Punkten lag die Bochumerin mit der schwierigsten Kür des gesamten Feldes vor der WM-Zweiten Vasilinia Khandoshka (NAA/268,5427) und Junioren-Europameisterin Valeriia Plekhanova (NAB/264,5938). „Sie hat richtig Gas gegeben, ich bin sehr stolz auf sie“, lobte Trainerin Stella Mukhamedova. Bleyer selbst meinte: „Ich bin sehr zufrieden, wie ich geschwommen bin, und froh, auch mit einem solchen Abstand gewonnen zu haben. Das zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“ Mit Blick auf die ebenfalls in Paris (wenn auch in anderer Halle) stattfindenden Europameisterschaften im Sommer tankte die Deutsche jedenfalls ordentlich Selbstvertrauen. „Ich versuche, mit mehr Spaß zu schwimmen und an mich selbst zu glauben“, hatte sie gegenüber World Aquatics erklärt. Und wer sie am Sonntag schwimmen sah, hatte definitiv sehr viel Freude dabei.

Gruppenfoto der deutschen Synchronschwimmerinnen Maria Denisov, Klara Bleyer und Amélie Blumenthal Haz mit ihrer Trainerin Stella Mukhamedova beim Weltcup 2026 in Paris© privat

Die DSV-Synchronschwimmerinnen Maria Denisov, Klara Bleyer und Amélie Blumenthal Haz (vorne v. l.) mit ihrer Trainerin Stella Mukhamedova

Klara Bleyer: Weltcup-Medaille auch in der Technischen Kür

Bereits am Freitag belegte Klara Bleyer in der Technischen Kür Rang zwei mit 252,6484 Punkten – ganze zwanzig Zähler mehr als beim Weltcupauftakt in der Höhenluft von Medellín (COL) vor sechs Wochen, wo sie Bronze geholt hatte. Es siegte die Weißrussin Khandoshka mit 254,7184. „Mit Platz zwei nur zwei Punkte hinter Khandoshka kann ich gut leben“, sagte Bleyer. Nach einem Fehler beim ersten Element präsentierte sie ihre Kür danach sehr souverän.

Alle Ergebnisse vom Weltcup in Paris

Im Duett zusammen mit Vereinskollegin Amélie Blumenthal Haz sprangen diesmal die Plätze sieben (Freie Kür) und 17 (Technische Kür) heraus. Bei den Hebefiguren kassierte das deutsche Paar dabei jeweils ein Base Mark mit entsprechendem Punktabzug, zeigte ansonsten aber einen guten Auftritt. „Wie sie geschwommen sind, war eigentlich sogar noch stärker als beim Weltcup in Kolumbien“, befand Trainerin Mukhamedova. „Amélie war vor Paris krank, da hat sicher auch noch etwas die Kraft gefehlt für die Heber und Sprünge. Das wird jetzt unsere Hausaufgabe, die Sprünge zu üben, dabei unterstützen uns die Coaches vom Wasserspringen aus Aachen. Bis zum nächsten Weltcup in China wollen wir die Kür jetzt ein bisschen umbauen und den Schwierigkeitsgrad weiter erhöhen.“