Am ersten Wettkampftag werden noch viele andere Bestmarken aufgestellt. Auch von Schwimmlegenden wie Peter Nocke und Folkert Meeuw.
© DSV MastersHelga Reich siegte mit Weltrekord in der Ak 90
Der Startschuss für die 57. Deutschen Masters-Meisterschaften auf den kurzen Strecken in Gera ist gefallen. Mit den Worten: „Diese Meisterschaften zeigen, was entstehen kann, wenn Menschen früh Zugang zum Schwimmsport finden und ihre Freude daran bewahren: Gemeinschaft, beeindruckende Leistungen und lebenslange Begeisterung“, begrüßte Elisabeth Kaiser, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, am Freitag mehr als 800 Aktive aus ganz Deutschland im Hofwiesenbad Gera. Auch der schwimmsportbegeisterte Oberbürgermeister Kurt Dannenberg hieß die Masters-Gemeinschaft herzlich willkommen und unterstützt die Veranstaltung während des gesamten Wochenendes als Kampfrichter.
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Der Höhepunkt des Wettkampftages gelang Helga Reich (AK 90) vom SC Wiking Herne 1921. Über 50m Schmetterling schwamm sie in 1:21,35 Minuten nicht nur zu einem neuen deutschen und Europarekord, sondern stellte zugleich einen neuen Weltrekord in ihrer Altersklasse auf. Dieser Weltrekord war der Höhepunkt eines rekordreichen Wettkampftages Zuvor hatte Helga Reich bereits über 100m Freistil einen weiteren deutschen Mastersrekord aufgestellt. In 2:07,82 Minuten verbesserte sie die nationale Bestmarke in der Altersklasse 90.
Jennifer Thater mit Schmetterlings-Rekord
Auch Jennifer Thater von der SG Dortmund verbesserte ihren eigenen Rekord. Über 50m Schmetterling stellte sie in der Altersklasse 35 mit 28,45 Sekunden einen neuen deutschen Altersklassenrekord auf. Neben den starken Einzelleistungen sorgten auch die Staffeln für eine Reihe neuer deutscher Rekorde. Gleich im ersten Rennen der Veranstaltung setzte die 4×50m Lagen Mixedstaffel des SV Blau-Weiß Bochum ein Ausrufezeichen. Ingrid Keusch-Renner, Martin Günter Probol, Klaus-Uwe Becker und Heli Houben verbesserten in der Altersklasse 320+ ihren eigenen deutschen Mastersrekord um 1,91 Sekunden und schlugen nach 3:33,51 Minuten an.
© DSV MastersMit Seepferdchen-Tattoo zum Rekord: Jennifer Tather
Auch die Damen der SG Neukölln e.V. Berlin überzeugten. Christiane Busert, Brigitte Merten, Christiane Schmeiduch-Holz und Dagmar Dilling schwammen in der 4×50m-Freistilstaffel der Altersklasse 280+ in 2:27,74 Minuten zu einem neuen deutschen Altersklassenrekord.
Bei den Herren stellte der SV Schwäbisch Gmünd in der 4×50m Freistilstaffel der Altersklasse 320+ eine neue nationale Bestmarke auf. Thomas Arnold, Otto Horvath, Winfried Hofele und Roland Aubele siegten in 2:36,80 Minuten.
Nocke und Meeuw schwimmen auch als Masters noch schnell
Am Nachmittag standen die 4×50m Lagenstaffeln auf dem Programm. Erneut war die SG Neukölln e.V. Berlin erfolgreich: In derselben Besetzung wie am Vormittag schwamm das Quartett in 2:51,15 Minuten zum nächsten deutschen Altersklassenrekord.
Auch die SG Wuppertal durfte jubeln. In der Altersklasse 280+ erreichten Jochen Bruha, Ralph Schallon, Peter Nocke und Folkert Meeuw über 4×50m Lagen nach 2:22,02 Minuten das Ziel und stellten damit ebenfalls einen neuen deutschen Altersklassenrekord auf. Der inzwischen 70 Jahre alte Nocke war in den Siebzigern Welt- und Europameister auf den Freistilstrecken geworden. Ebenso wie der inzwischen 79-jährige Meeuw. Von lebenslanger Begeisterung für den Schwimmsport kann man da völlig zu Recht sprechen.