Welche vier Schwimmer*innen bei der EM-Generalprobe im Olympic Aquatic Centre besonders glänzen konnten.
© Jo KleindlAngelina Köhler ist schon erstaunlich schnell unterwegs
Bei den Giant Open in Paris (FRA) konnte man schon mal die Arena austesten, in der im Sommer dann auch die Europameisterschaften (31. Juli – 16. August) stattfinden. Angelina Köhler, Luca Armbruster, Melvin Imoudu und Lucas Matzerath kommen dann mit einem besonders guten Gefühl ins Olympic Aquatic Centre. Alle vier Deutsche feierten am vergangenen Wochenende nämlich Siege dort.
Alle Ergebnisse der Giant Open in Paris 2026
Angelina Köhler siegte sogar doppelt auf den Schmetterlings-Strecken. Über 50m (25,57 Sekunden) und 100m (56,92) war die 25-Jährige von der SG Neukölln dabei schon erstaunlich schnell unterwegs. Sie blieb kurz nach dem Höhentrainingslager in der Türkei erneut deutlich unter den im April nachzuweisenden EM-Normen. Finaler Höhepunkt des Qualifikationszeitraums werden die Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. – 26. April) sein.
Giant Open: Imoudu und Matzerath schneller als Weltrekordler Peaty
Melvin Imoudu (Potsdamer SV) blieb als Sieger über 100m Brust bereits zum dritten Mal in diesem Jahr unter einer Minute. In 59,94 siegte er vor dem deutschen Rekordhalter Matzerath (1:00,19) sowie Federico Poggio (ITA/1:00,60) und Comebacker Adam Peaty (GBR/1:00,79). Der Bochumer Matzerath hatte am Tag zuvor schon die 200m Brust (2:11,57) gewonnen. Beim 50m-Sprint wurde Imoudu am Sonntag dann in 27,14 Sekunden Zweiter hinter Weltmeister Simone Cerasuolo (ITA/27,04), Matzerath landete auf Rang sieben (27,49).
Über 100m Schmetterling blieb Luca Armbruster (SG Neukölln) in 52,18 Sekunden nur 18 Hundertstel über der EM-Norm, Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg) wurde hier in 52,33 Dritter hinter Clement Secci (FRA/52,25). Zuvor war der deutsche Rekordhalter über 100m Freistil in seiner Paradedisziplin in 49,13 Sekunden ebenfalls Dritter geworden. Es siegte Lokalmatador Maxime Grousset (FRA/48,02). Auch andere Aktive mit EM-Ambitionen wie Noelle Benkler (SV Nikar Heidelberg), Ole Braunschweig (SG Neukölln), Cedric Büssing und Philipp Peschke (beide SG Essen) schafften es ins Finale, ohne nach harten Trainingswochen ausgeruht zu sein.
© Jo KleindlMelvin Imoudu, Lucas Matzerath und Josha Salchow sind bereit für einen EM-Sommer in Paris
Auch Gäste aus anderen Ländern zeigten starke Leistungen. Auf den Bruststrecken glänzte die Britin Angharad Evans mit Topzeiten (1:05,91/2:22,02). Auch Hollands Star Marrit Steenbergen zeigte sich über 100m Freistil (52,93) schon in ansprechender Form. Irlands neue Hoffnung John Shortt waren über 200m Rücken (1:56,07) beeindruckend schnell zu diesem frühen Saisonzeitpunkt.
© Jo KleindlFür Luca Nik Armbruster sollte die EM-Norm im April locker machbar sein