Zu Beginn der EM-Qualifikation setzt sich die Olympiadritte an die Spitze des 5km-Rankings und startet demnächst auch beim Weltcupauftakt in Ägypten.
© Jo KleindlIsabel Gose wurde 2025 unter anderem Staffel-Weltmeisterin im Freiwasserschwimmen
Neben Australiens Doppel-Weltmeisterin Moesha Johnson (AUS) trainiert mit Mariah Denigan seit einigen Wochen auch die zuletzt beste Freiwasserschwimmerin der USA nun in der Magdeburger Topgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn mit. „Es ist eine Ehre, hier mit den Besten der Welt zu trainieren“, sagte die 22-Jährige, die bei der WM 2025 in Singapur die Plätze 13, 14 und 17 belegt hatte, im MDR-Fernsehen.
Alle Ergebnisse der Norddeutschen Meisterschaften
Das ist vielleicht auch ein Grund dafür, warum auch Isabel Gose Freiwasserrennen weiter im Blick behält. Hat sie doch tagtäglich den direkten Vergleich mit den Weltbesten. Zum Auftakt der Qualifikationsphase für die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) setzte sich die Staffel-Weltmeisterin vom SC Magdeburg jedenfalls nicht unerwartet an die Spitze des nationalen 5km-Rankings, in das bis 07. März Zeiten über fünf Kilometer eingebracht werden können. Bei den Norddeutschen Meisterschaften „Lange Strecke“ in ihrer Heimatstadt war die 23-Jährige am Samstag in 56:15,61 Minuten eindeutig die Schnellste über diese Strecke.
Isabel Gose top, die WM-Fünfte Rieder gibt Masters-Abschluss den Vorrang
Hinter US-Gast Denigan (57,47,41) reihten sich dann Goses Vereinskollegin Leonie Märtens (57:59,72), Fabienne Wenske (SV Nikar Heidelberg/58:09,06), Luisa Rumler (SG Stadtwerke München/58:15,19) und Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm/58:45,35) ein. Zur Einordnung: Staffel-Weltmeisterin Rieder, die in Singapur 2025 auch WM-Fünfte über 5km geworden war, konzentrierte sich im bisherigen Saisonverlauf mehr auf den Masters-Abschluss für Wirtschaftsingenieurswesen.
„Die fünf Kilometer haben sich gut angefühlt. Die Zeit war relativ schnell nach einer harten Trainingswoche“, sagte Gose. Nach Staffelgold und WM-Platz fünf im Knockout Sprint hatte Gose im vergangenen Sommer erst einmal noch offengelassen, ob sie nach der gelungenen Premierensaison weiter zweigleisig mit dem Freiwasserschwimmen planen möchte. Beim Auftakt des Freiwasser-Weltcups in Soma Bay (EGY/27. – 28. März) wird sie nun aber an den Start gehen. Ehe dann die EM-Qualifikation im Becken mit den Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. – 26. April) als abschließendem Höhepunkt Vorrang bekommt. „Über einen Freiwasserstart bei der EM entscheiden wir spontan, behalten den Fokus aber aufs Beckenschwimmen. Ich schwimme aber die Freiwasser-Weltcups in Ägypten und Italien (am 01/02. Mai, Anmerkung der Redaktion) mit. Das ist zumindest erst einmal der Plan“, sagte sie.
Auch Linda Roth mit starken Ausdauer-Leistungen
„Weiter Erfahrungen im Freiwasser sammeln kann nicht schaden. Daran hatte es bei der WM noch gemangelt“, sagte auch Bundestrainer Bernd Berkhahn. „Dass wir direkt vor den Beckenrennen bei der EM dann die Freiwasserrennen bestreiten, ist nach heutigem Ermessen eher unwahrscheinlich.“ Gose möchte nach dem EM-Triumph 2022 in Rom (ITA) über 400m Freistil sicher noch weitere Erfolge im Becken feiern.
Gut in Form zeigte sich bei den Norddeutschen Meisterschaften auch Goses neue Vereinskollegin Linda Roth. Die 17-Jährige wae im Sommer von Cannstatt nach Sachsen-Anhalt gewechselt. Und glänzte nun mit neuen persönlichen Bestzeiten beim Sieg über 400m Lagen (4:48,64). Sowie bei Platz zwei über 800m Freistil (8:41,75) hinter Moesha Johnson (8:33,60).
© Jo Kleindl