Paula Pichier und Lars Kochmann gewinnen in Freiburg Silber und Bronze. Die Titelkämpfe laufen noch bis Samstag.
© DGSV/CambrothersLars Kochmann mit EM-Silber, über 50m Rücken gehört er am Samstag dann wieder zu den Favoriten
In Freiburg laufen seit Sonntag die Schwimm-Europameisterschaften der Gehörlosen. Rund 120 Aktive gehen dabei im Westbad an den Start. Die vierköpfige Mannschaft des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes (DGSV) konnte am Dienstag die ersten Medaillen bejubeln.
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So erkämpfte sich Paula Pichier (Wasserfreunde Spandau 04) in 1:08,01 Minuten Bronze über 100m Schmetterling. Nur Daria Barzhina (NDA/1:06,44) und Aliaksandra Aheivhyk (NDB/1:06,61) waren schneller als die 17-jährige Deutsche. Anschließend schwamm Lars Kochmann (GSBV Halle/Saale) über 100m Rücken in 1:01,00 Minuten zu Silber, einzig Mark Troshin (NDA/58,32) schlug vor dem amtierenden Weltmeister an.
Emotionen werden auch ohne Sprache oder Hörvermögen sichtbar
Die Freude über das Edelmetall war riesig, Kochmann hatte am Vortag bereits Rang vier über 50m Brust (30,03) belegt. Pichier glänzte als Sechste in den Finals über 50m Schmetterling (30,92) und über 100m Freistil (1:04,21). Für die deutschen Farben gehen zudem Lilia Reinhard (GSV Heidelberg) und Phil Goldberg (Dresdner GSV 1920) in der EM-Woche an den Start.
Die Europameisterschaften sind ein besonderes Ereignis für die DGSV-Aktiven und bieten die seltene Chance, sich vor heimischem Publikum international zu präsentieren. Laut und voller Begeisterung werden sie in Freiburg angefeuert und bejubelt. Auch und gerade bei einer Europameisterschaft der Gehörlosen wird damit eindrucksvoll sichtbar, wie der Sport Menschen verbindet: Die Emotionen sind für alle spürbar, unabhängig von Sprache oder Hörvermögen.
© DGSV/CambrothersPaula Pichier gewinnt in Freiburg EM-Bronze