Die neue Juniorenweltmeisterin meistert auch die wechselnden Lichtverhältnisse im Freibad von Rijeka.
Bei den Weltmeisterschaften der Junior*innen im Wasserspringen in Rijeka (CRO) hat Emily Deml (SV Halle) dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) die nächste Goldmedaille beschert. Die Hallenserin siegte in der A-Jugend vom 1m-Brett mit 411,05 Punkten vor Lila Stewart (CAN/398,80) und Rut Elisa Paez Manjarrez (MEX/389,25). Nach ihrem Erfolg bei den diesjährigen Junior*innen-Europameisterschaften ist Deml nun also auch im weltweiten Vergleich die beste Nachwuchsspringerin bei den 16- bis 18-Jährigen.
© privatEmily Deml: Nach Gold bei der JEM jetzt auch Gold bei der JWM im Wasserspringen
Der Weg zum Titel glich allerdings einem Auf und Ab. „Freiluftwettkämpfe haben grundsätzlich ihre eigenen Gesetze, das hat auch Emily heute erlebt“, sagte Nachwuchs-Bundestrainerin Anne-Kathrin Hoffmann.
Beim Vorkampf erreichte Deml das beste Pflichtergebnis – diese Punkte werden im Nachwuchsbereich ins Finale mitgenommen. In der Kür ließ sie sich am Vormittag zwischenzeitlich jedoch etwas aus dem Konzept bringen, weil ihr eigener Schatten sie beim Anlauf verfolgte. Durch den plötzlichen Wechsel von Sonne und Schatten sah sie die Brettspitze nicht richtig und stand deswegen bei zwei Kürsprüngen nicht optimal im Brett. Bei der Entscheidung am Nachmittag waren die Lichtverhältnisse etwas besser und Emily Deml brachte alle Kürsprünge gut ins Wasser. „Am Ende stand ein verdienter Sieg“, so Hoffmann.
Alle Ergebnisse der JWM Wasserspringen
Im Turmspringen der Jugend B kam Linus Schwarz (Berliner TSC) mit 386,80 Punkten auf Rang sieben. Auch ihm waren am Vormittag bei extremem Sonnenschein nicht alle Pflichtsprünge gelungen. Aber er kämpfte sich ins Finale und zeigte dort dann noch einmal sehr schöne Sprünge. „Das Team steht zusammen und treibt die Aktiven zu wirklich schönen Leistungen“, freute sich Anne-Kathrin Hoffmann. Juniorenweltmeister vom Turm wurde Miroslav Kiselev (RUS/454,75).