Ein Leben für den Schwimmsport: Ralf Beckmann wird 80

Raik Hannemann
Raik Hannemann
06:30

Vom Aktiven bis zum Sportdirektor: Kaum jemand hat so viel Zeit für den Deutschen Schwimm-Verband aufgebracht. Entsprechend lang ist nun aber auch die Gästeliste.

Wie gut, dass Ralf Beckmann in Ostfriesland auf einem großen Bauernhof lebt. In der Scheune ist dort genug Platz für eine große Party, wenn der im Schwimmsport allseits beliebte Tausendsassa seinen Geburtstag feiert. An diesem Montag wird Beckmann nun 80 Jahre alt, das große Treffen mit den Weggefährt*innen findet dann am ersten Samstag im September statt.

Ralf Beckmann hat sich um den deutschen Schwimmsport besonders verdient gemacht.

Über 200 Leute haben sich bereits angekündigt. Beckmann schreckt das nicht, er hat dort ja schon Veranstaltungen mit 800 Leuten organisiert. „Sie kommen aus allen Ecken Deutschlands, von der Elbe oder dem Starnberger See. Mit so vielen Leute habe ich aber wirklich nicht gerechnet“, sagte Beckmann. Aber anders als bei einem Ehemaligentreffen kennt Beckmann eben nicht nur die Leute fünf Jahre vor und nach seiner aktiven Karriere, sondern viele mehr. Über 40 Jahre begleitete er die Nationalmannschaften des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hautnah in den verschiedensten Funktionen.

Der ehemalige Cheftrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes Ralf Beckmann, aufgenommen am 25.05.2005 in der Schwimmhalle im Europasportpark in Berlin© picture-alliance/ dpa/dpaweb | Bernd Thissen

Ralf Beckmann war unter anderem von 2001 bis 2006 Chef-Bundestrainer und Sportdirektor im DSV

Trainer, Funktionär und Vermittler

Als Aktiver war Beckmann selbst Deutscher Meister im Rückenschwimmen geworden, wechselte dann 1973 fließend ins Trainerfach und war dort unter anderem in Wolfsburg und Wuppertal tätig. Zehn Jahre war er sogar Sprecher der Deutschen Schwimm-Trainer-Vereinigung (DSTV), ehe er dann zum Schwimmwart benannt wurde. Und zwischen 2001 und 2006 war er dann noch mal hauptamtlich als Chefbundestrainer und Sportdirektor tätig.

Mit seiner kommunikativen Art sorgte Beckmann auch danach weiter für großen Zusammenhalt. Mit Protagonisten wie Rainer Wittmann, Manfred Thiesmann, Gerd Heyden und Horst Melzer trifft er sich bis heute regelmäßig, um die Entwicklungen im DSV zu diskutieren und auch Hinweise zu geben. Und als der ehemalige Bundestrainer Niels Bouws unlängst seinen 90. Geburtstag beging, reiste Beckmann mit Wittmann selbstverständlich persönlich zur Gratulation nach Heidelberg.

„Ralf Beckmann hat sich um den deutschen Schwimmsport besonders verdient gemacht. Wir sind ihm dankbar für dieses Engagement und gratulieren nun auch von Herzen zum runden Geburtstag“, sagte Jan Pommer, Vorstandsvorsitzender des DSV.