DSV-Staffel mit Europameisterin Linda Roth löst das Finalticket

Philip Häfner
Philip Häfner
12:34

Erfolgreicher Vormittag bei der JEM in München: Sechs deutsche Schwimmer*innen schaffen den Sprung ins Halbfinale.

Linda Roth war am Morgen nach ihrem Goldrennen schon wieder in der Staffel im Einsatz© Tino Henschel

Linda Roth war am Morgen nach ihrem Goldrennen schon wieder in der Staffel im Einsatz

Am Abend der ersten deutschen Medaillengewinne bei den Junior*innen-Europameisterschaften in München hatte das Team des Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) noch einen Medal Walk für Linda Roth (SC Magdeburg) und Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin) organisiert – die ganze Mannschaft stand Spalier für die neue Europameisterin und den Bronzemedaillengewinner. In den Vorläufen am Donnerstag waren beide dann schon wieder im Einsatz und lösten auch hier ihre nächsten Aufgaben souverän.

Linda Roth führte als Schlussschwimmerin die DSV-Staffel ins Finale über 4×200 Freistil. Mit 8:09,29 Minuten boten Zarina Selimovic (SG Dortmund), Alina Bettke (SV Halle), Juliana Buttler (SC Magdeburg) und sie dabei die insgesamt viertbeste Zeit an, am schnellsten war das Quartett der Neutralen Athletinnen (8:06,76).

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„Wir hatten schon zwei neunte Plätze in den Staffeln, umso mehr freuen wir uns, dass es jetzt geklappt hat“, sagte Bettke. Und auch für Roth war der Start mit den Teamkolleginnen selbst nach kurzer Nacht selbstverständlich. „Staffeln sind super cool“, meinte sie, „da pusht sich jeder nochmal ein bisschen mehr.“ In den Finals am Abend (ab 18:00 Uhr, Livestream bei Sporteurope.TV) sind aus deutscher Sicht außerdem noch Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz) über 100m Schmetterling sowie ihr Vereinskollege Moritz Erkmann und Lokalmatador Simon Brugger (SG Stadtwerke München) über 1500m Freistil aussichtsreich im Rennen.

Rückenschwimmerin Mira Helget so schnell wie noch nie im Vorlauf

Louis Hoffmann kam über 200m Brust als Achter in 2:16,40 Minuten locker eine Runde weiter. Ebenfalls im Halbfinale steht Hugo Engelien (SC Magdeburg) als Zwölfter (2:17,02). Mit dem Rückenwind des überraschenden dritten Platzes am Vortag über 50m Brust rechnet sich Hoffmann auch auf den längeren Brustdistanzen einiges aus. „Die Hauptstrecke sind natürlich die 100, aber auf den 200 werde ich dieses Jahr auch mein Bestes geben“, sagte er.

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Am Vormittag wurden vom DSV-Team aber noch viele weitere Plätze für die Halbfinals gesichert. Zum Beispiel durch Mira Helget (AMTV-WTB Hamburg) als Dritte über 200m Rücken mit 2:13,49 Minuten. „Das hat sich gut angefühlt, im Vorlauf war ich noch nie so schnell“, bewertete sie ihren Auftritt auf der Strecke, auf der sie in diesem Jahr auch schon Deutsche Meisterin in der offenen Klasse geworden war. Nur die Stimme war noch etwas heiser: „Das kommt vom Anfeuern gestern. Das geht immer schnell bei mir“, meinte Helget. Bei den Männern steht auf der Rückenstrecke Mitja Bauer (SSG Leipzig) als Neunter in 2:01,88 ebenfalls im Halbfinale.

Mira Helget sicherte sich in souveräner Manier einen Platz im Halbfinale über 200m Rücken© Tino Henschel

Mira Helget sicherte sich in souveräner Manier einen Platz im Halbfinale über 200m Rücken

Larus Thiel hat „richtig Bock“ auf den Sprint

Ähnlich zufrieden wie Helget äußerte sich Sprinter Larus Thiel (SG Bayer), der als Fünfter über 50m Freistil mit 22,54 Sekunden nah an seine Bestzeit (22,45) herankam. „Ich bin mega happy, ich war noch nie so schnell am Morgen“, jubelte er. „Es ist auf jeden Fall meine Strecke. Ich hatte schon die letzten Tage gemerkt, als ich die 100er hatte, dass die eigentlich ein bisschen zu lang für mich sind. Deshalb hatte ich jetzt richtig Bock auf die 50er.“

Souverän ins Halbfinale schwamm als Neunte außerdem Hannah Schneider (Hofheimer SC) über 200m Brust in 2:31,54 Minuten. Es war ihr erster JEM-Start in München, nachdem sie für die 50m-Distanz am Dienstag krankheitsbedingt kurzfristig hatte abmelden müssen. „Inzwischen ist es viel besser geworden, und das verdanke ich dem Team und der Ärztin, die dabei ist. Vom Wassergefühl her war es heute schon recht gut“, sagte sie.