DMS-Finale der Masters: Mit vielen großen Namen im Livestream

Raik Hannemann
Raik Hannemann
16:55

Am Samstag steht in Osnabrück die Entscheidung im Mannschaftswettbewerb Schwimmen an. Viele frühere Nationalmannschaftsschwimmer*innen helfen dabei ihren Vereinen.

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Der gigantische Rutschenpark und die weitläufige Saunalandschaft sind an diesem Samstag nur Nebensache im Nette-Sportbad von Osnabrück, denn dann steigt im Stadtteil Sonnenhügel das Bundesfinale im Deutsche Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMSM). 347 Masters-Aktive aus 24 Vereinen kämpfen dabei um den begehrten Titel.

Alle Ergebnisse vom DMSM-Bundesfinale 2026

Das Besondere dabei: Frauen und Männer bilden eine gemeinsame Mannschaft. Jedes der Geschlechter muss wenigstens vier Aktive stellen und auch wenigstens sieben Starts absolvieren. Zudem müssen in der Mannschaft mindestens fünf verschiedene Altersklassen vertreten sein. Und jede*r darf nur maximal drei (von insgesamt 24) Rennen bestreiten. Der erste Abschnitt beginnt um 11:00 Uhr, das zweite Dutzend Rennen wird ab ca. 15:00 Uhr ausgetragen. Das rührige Team des Gastgebervereins TSV Quakenbrück ermöglicht dabei diesmal sogar die Übertragung im Livestream auf Youtube.

Robin Backhaus geht mit 37 Jahren weiter auf Rekordjagd

Titelverteidiger ist die SG Stadtwerke München. „Wir werden als Team alles daransetzen, dass wir wieder um die Medaillen oder den Titel mitschwimmen. Letztes Jahr hat es geklappt. Dieses Jahr wird es ein enges Rennen. Leider fehlt unser Punktegarant aus der AK70: Matthias Weiss. Wir haben aber einige Medaillengewinner bei EM und WM im Team“, sagte Robin Backhaus. Der ehemalige Europameister und Olympiateilnehmer von 2012 ist mittlerweile 37 Jahre alt, aber dem Schwimmsport immer noch eng verbunden.

Für sein Team, zu dem auch Ehefrau Veronika Ehrenbauer-Backhaus gehört, bestreitet er in Osnabrück mit den 200m und 400m Freistil sowie den 400m Lagen die härteren Disziplinen. „Meine persönliche Zielsetzung ist, bei beiden 400-Meter-Strecken möglichst nah an den deutschen Altersklassenrekord heranzuschwimmen. Und wenn es optimal läuft, habe ich vielleicht die Chance, beide Rekorde zu unterbieten.“

 

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Im Meldeergebnis ist nachzulesen, dass Backhaus bei Weitem nicht der einzige Alt-Internationale ist, der sich bei der Mannschafts-Meisterschaften der Masters fürs Team zerreißt. Mit ihm für München schwimmt auch Sören Meißner, der 2019 an der Seite von Florian Wellbrock Staffel-Weltmeister im Freiwasserschwimmen geworden war. Der SV Nikar Heidelberg hat mit Zoe Vogelmann und Josephine Tesch gleich zwei Frauen im Kader, die sich erst kürzlich aus dem Leistungssportbereich verabschiedet haben.

Für den Verein: Stars von gestern und heute im direkten Duell

Für die SG Neukölln Berlin geht mit Cathleen Rund sogar eine Olympiamedaillengewinnerin und Europameisterin ins Wasser. Der Nationalmannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) gehörten einst auch Katrin Jäke (Wasserfreunde Spandau 04) oder Jochen Hanz (SG Neukölln Berlin) an.

Und hinzu kommen ja dann auch noch unzählige Aktive, die in den jeweiligen Masters-Altersklassen zu den Weltbesten gehören. Stellvertretend genannt seien hier Brigitte Merten (SG Neukölln), Werner Schnabel (Dresden/beide AK 80!), Nicole Heidemann (Waspo Nordhorn), Andrea Kutz (Berliner TSC) oder Frank Gruner (SCW Eschborn). Topleistungen sind da auf jeden Fall garantiert.

DMSM-Siegerehrung mit dem Berliner TSC, der SG Stadtwerke München und dem SCW Eschborn© 1. FCN Schwimmen

DMSM-Siegerehrung 2025 mit dem Berliner TSC, der SG Stadtwerke München und dem SCW Eschborn