Zum Abschluss des Turniers treffen die deutschen Wasserballer am Montag auf Frankreich.
Am Samstag gegen Australien hatten die Wasserballer des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) schon einmal ihre Comeback-Qualitäten bewiesen und mit einer starken Aufholjagd den Sprung ins Halbfinale des Weltcupturniers der Division 2 auf Malta geschafft. Und für einen kurzen Moment sah es dort am Sonntag in der Partie gegen Georgien so aus, als könnte sich die Geschichte wiederholen. Nach drei Vierteln lag das DSV-Team gegen den EM-Zehnten mit 7:13 zurück, konnte den Rückstand gleich zu Beginn des Schlussabschnitts dann aber auf vier Tore verkürzen.
© ASA Malta / Chareace Camilleri / World AquaticsDeutschland trifft beim Wasserball-Weltcup zum Turnierabschluss noch auf Frankreich
Näher heran kam die DSV-Auswahl allerdings nicht mehr. Georgien setzte sich letztlich mit 19:13 durch und sicherte sich damit ebenso wie Montenegro (15:11 gegen Frankreich) das Ticket für das Weltcupfinale vom 22. – 26. Juli in Sydney (AUS) mit den Top-Nationen aus Division 1. Für Deutschland geht es am Montag (18:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) gegen die Franzosen noch um Platz drei bei diesem stark besetzten Turnier. Nach der Verkleinerung der Top-Gruppe auf nur noch acht Mannschaften sind in diesem Jahr zahlreiche Spitzenteams neu in Division 2 vertreten.
Alle Ergebnisse vom Wasserball-Weltcup
Nach dem ersten Viertel führte Georgien mit 4:3. Deutschland erzielte durch Denis Strelezkij zwar den ersten Treffer des Spiels und gab überhaupt mehr Schüsse auf den Kasten des Gegners ab. Die Georgier präsentierten sich in der Offensive aber deutlich effektiver. Das gleiche Muster zog sich danach auch durch die weitere Partie. Am Ende standen die Deutschen bei 42 Würfen, aber nur 31 Prozent Trefferquote – auf der anderen Seite waren es 56 Prozent bei 34 Versuchen.
Deutschland im Angriff bemüht, aber Georgien effektiver
„Definitiv haben die Georgier ihre Chancen im Angriff besser genutzt und waren insgesamt effektiver. Wir haben vor allem in den ersten beiden Vierteln viele gute Möglichkeiten herausgespielt, konnten diese aber leider nicht konsequent verwerten“, sagte Bundestrainer Aleksandar Radovic. Denn auch im zweiten Viertel blieben die deutschen Angriffe häufig im gegnerischen Block hängen. Mitte des Abschnitts gelang Georgien erstmals eine Zwei-Tore-Führung, die zur Halbzeit weiter Bestand hatte (8:6).
Im dritten Viertel wurde das DSV-Team durch die Rote Karte für Kapitän Strelezkij zusätzlich geschwächt, so dass der Rückstand auf 7:13 anwuchs. „Was Denis betrifft, bin ich der Meinung, dass die Rote Karte nicht gerechtfertigt war. Das war sicherlich ein entscheidender Moment im Spiel“, meinte Coach Radovic. „Trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, ein Team weiterzuentwickeln.“ Nachdem dann im Schlussviertel noch einmal kurz Hoffnung aufkeimte, gelang es jedoch nicht mehr, das Spiel noch zu drehen. Beste Torschützen der deutschen Mannschaft waren Zoran Bozic (Waspo 98 Hannover) mit vier und Till Hofmann (Wasserfreunde Spandau 04) mit drei Treffern.