Deutsches Mixed-Duett erkämpft mit fehlerfreier Darbietung EM-Platz sieben

Philip Häfner
Philip Häfner
16:42

Solène Guisard und Robin Wiehn erleben in Paris beim Sieg des britischen Paares eine besondere Premiere.

Der künstlerische Ausdruck ist beim Synchronschwimmen mitentscheidend für eine gute Wertung. Für das Mixed-Duett des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) galt es am Sonntagnachmittag aber sogar noch über den Wettkampf hinaus, Haltung zu bewahren. Solène Guisard und Robin Wiehn (beide SG Stadtwerke München) hatten den Wettkampf in der Technischen Kür eröffnet und durften danach erst einmal eine Weile in der Leaders Box Platz nehmen. „Das war für mich das erste Mal und sehr schön, aber auch ziemlich nervenaufreibend. Nach dem Wettkampf fällt schon sehr, sehr viel Druck von den Schultern. Aber dann sitzt man da so im Fokus und probiert, auch ordentlich zu sitzen und kann sich da noch nicht so sacken lassen“, meinte Wiehn.

Deutschlands Mixed-Duett im Synchronschwimmen mit Solène Guisard und Robin Wiehn bei der EM 2026 in Paris© Jo Kleindl

Robin Wiehn und Solène Guisard schwammen nach 2024 zum zweiten Mal gemeinsam bei einer EM im Mixed Duett

Eine besondere Erfahrung im olympischen Becken von 2024

Aber nicht nur deshalb wird den beiden der Auftritt in Paris wohl noch länger in guter Erinnerung bleiben. „Wir sind super zufrieden. Unser Ziel war es, fehlerfrei durchzukommen, das haben wir geschafft“, sagte Guisard. „Es war eine super gute Atmosphäre und eine tolle Erfahrung, im olympischen Becken zu schwimmen. Ich finde es mega.“ Mit 151,2650 Punkten stand am Ende Platz sieben für die beiden Münchner*innen zu Buche. Gold ging wie schon in der Freien Kür an Isabelle Thorpe und Ranjuo Tomblin aus Großbritannien (229,6783), ganz knapp vor Lucrezia Ruggieround Filippo Pelati (ITA/229,0092) sowie den diesjährigen Junioren-Europameister*innen von München Aliana Rumiantseva und Zakhar Trofimov (NAB/215,9201).

Alle EM-Ergebnisse aus Paris

„Beim Mixed-Duett geht es darum, eine Geschichte zu erzählen und die Stärken sowohl vom Mann als auch von der Frau in der Kür zusammenzubringen. Und es ist halt eine Challenge, aber es macht halt natürlich auch Spaß zu schauen, wie können wir uns komplementieren, was können wir beide von unseren Stärken herausziehen, um dann das beste Ergebnis rauszuziehen“, erklärte Solène Guisard die besondere Herausforderung des gemischten Wettbewerbs. Dieser hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen, das Niveau steigt ständig. „Ich finde es total schön, dass immer mehr Männer dazukommen und der Sport insgesamt an Vielfalt zunimmt“, sagte Robin Wiehn.

Deutschlands Mixed-Duett im Synchronschwimmen mit Solène Guisard und Robin Wiehn bei der EM 2026 in Paris© Jo Kleindl

Ohne Fehler durch die Technische Kür: Solène Guisard und Robin haben ihr EM-Ziel erfüllt