Darum blicken die DSV-Wasserballer nach dem Weltcup optimistisch in die Zukunft

Philip Häfner
Philip Häfner
21:32

Zum Abschluss des Turniers gewinnt Deutschland gegen Frankreich und macht einem Spieler damit ein besonderes Geburtstagsgeschenk.

Fünf Siege aus sechs Spielen, dazu am Ende Platz drei unter 23 Mannschaften: Die Bilanz der deutschen Wasserballer beim Weltcupturnier der Division 2 auf Malta konnte sich sehen lassen. Zum Abschluss siegte das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V (DSV) am Montag gegen Frankreich mit 8:6 und feierte damit nicht nur einen gelungenen Turnierabschluss. Sondern bescherte auch Zoran Bozic (Waspo 98 Hannover) das perfekte Geburtstagsgeschenk, der an diesem Tag 24 Jahre alt wurde und dabei selbst einen Treffer zum Erfolg gegen die Franzosen beisteuerte.

Auch Bundestrainer Aleksandar Radovic durfte nach seinem ersten Turnier mit dem DSV-Team zufrieden sein. „Ich denke, wir sind auf einem sehr guten Weg, eine richtige Mannschaft zu formen. Die Entwicklung ist klar sichtbar, auch wenn noch Luft nach oben ist“, sagte er.

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Das Spiel gegen Frankreich, den WM-Vierten von 2024 in Doha (QAT), war geprägt von starken Torhüterleistungen auf beiden Seiten. Sowohl Felix Benke (Waspo 98 Hannover) im deutschen Kasten als auch sein Gegenüber Hugo Fontani glänzten mit Quoten von sechzig Prozent gehaltener Würfe und mehr. Im gesamten zweiten Viertel fiel gar nur ein einziger Treffer – zur Halbzeit führten die Franzosen so mit 3:2. Im dritten Viertel drehten die Deutschen allerdings die Partie und gingen ihrerseits mit einem knappen Vorsprung von 5:4 in die letzten acht Minuten. Geburtstagskind Bozic sowie Elias Metten (ASC Duisburg) sorgten im Schlussabschnitt dann für den vorentscheidenden Drei-Tore-Vorsprung, den der Gegner anschließend nicht mehr umbiegen konnte. Yannek Chiru (Wasserfreunde Spandau 04) setzte schließlich den Schlusspunkt.

Wasserballer Zoran Bozic aus Deutschland mit dem Ball im EM-Spiel 2024 gegen Malta© Istvan Derencsenyi

Deutschlands Wasserballer um Geburtstagskind Zoran Bozic beendeten den Weltcup auf Platz drei

DSV-Wasserballer mit starker Einstellung zu Platz drei beim Weltcup

„Es war heute wirklich nicht einfach, die richtige Motivation zu finden, aber die Jungs haben das super geschafft – dafür ein großes Kompliment an sie“, lobte Bundestrainer Radovic. „Man hat gemerkt, dass wir uns das erarbeiten mussten. Aber die Einstellung hat gestimmt, und wir haben uns den Sieg verdient.“

Platz eins in der Division 2 und damit auch den Aufstieg in die Top-Gruppe fürs nächste Jahr sicherte sich am Montagabend Montenegro durch ein 19:17 im Finale gegen Georgien. Beide Teams waren bereits für das Weltcupfinale vom 22. – 26. Juli in Sydney (AUS) mit den Top-Nationen aus Division 1 qualifiziert. Gegen Georgien hatte Deutschland am Vortag seine einzige Turnierniederlage kassiert. Nach der Verkleinerung der Top-Gruppe auf nur noch acht Mannschaften waren in diesem Jahr zahlreiche Spitzenteams eine Liga tiefer in Division 2 vertreten. Umso höher ist der dritte Platz der DSV-Auswahl einzuordnen.