Berlin darf in den Bundesliga-Finals zweimal jubeln

Philip Häfner
Philip Häfner
21:16

Während die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 die Serie damit ausgleichen, sorgten die Berliner Männer gegen Waspo 98 Hannover für ein seltenes Ereignis.

Nicht nur das DFB-Pokalfinale im Fußball wurde am Samstag in Berlin ausgetragen. Auch in den Wasserball-Bundesligen war an diesem Tag zweimal Endspielzeit in der Hauptstadt. Und beide Male verließen die Wasserfreunde Spandau 04 das Becken als Sieger. Erst gewannen die Spandauer Frauen mit 17:13 gegen den SV Blau-Weiß Bochum und glichen damit in der Finalserie im Modus „Best of Three“ aus. Die Entscheidung über den Titel fällt hier nun am morgigen Sonntag (12:00 Uhr) ebenfalls in Berlin. Anschließend durften auch die Männer des Vereins jubeln, die sich zum Auftakt ihrer Finalserie mit 14:11 gegen Titelverteidiger Waspo 98 Hannover durchsetzen.

Spandau bringt Hannover die erste Niederlage seit 20 Monaten bei

Für Hannover war es die erste Niederlage gegen einen nationalen Konkurrenten seit September 2024, damals hatte ebenfalls Spandau im Supercup triumphiert. Die Gastgeber erwischten den besseren Start, führten im ersten Viertel schnell mit 3:0. Waspo kämpfte sich zwar zurück in die Partie und glich Mitte des zweiten Abschnitts aus (4:4). Bis zur Halbzeit hatte Spandau aber wieder einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen (7:4).

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Nikola Kojic sogar auf 8:4. Der Serbe war mit fünf Treffern bester Torschütze an diesem Tag. Hannover steckte nie auf und kam bis zur letzten Viertelpause noch einmal bis auf zwei Tore heran (9:11). In den letzten acht Minuten konnte Berlin diesen Vorsprung aber erfolgreich verteidigen. Spiel zwei der Serie im Modus „Best of Five“ findet am kommenden Mittwoch (27. Mai, 19:00 Uhr) in Hannover statt.

Die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 beim Spielerkreis vor dem Bundesliga-Finalspiel gegen Waspo 98 Hannover© picture alliance / nordphoto GmbH | Engler

Berlins Frauen wahren die Chance auf den siebten Titel in Serie

Im zweiten Endspiel der Frauen lagen die Gäste aus Bochum nur einziges Mal in Führung – gleich zu Beginn beim 0:1 durch Emiliia Khmil. Die Nationalspielerin erzielte an diesem Nachmittag neun Tore, zum Sieg wie im ersten Finalspiel (13:12) reichte das allerdings nicht. Spandau präsentierte sich konsequenter im Powerplay und auch insgesamt stärker aus dem Spiel heraus, während fünf der 13 Bochumer Treffer per Strafwurf erzielt wurden.

Zur Pause führten die Berlinerinnen mit 9:6. In der zweiten Halbzeit bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung sogar auf zwischenzeitlich sechs Tore (14:8) aus. Zwar kam Bochum noch einmal ein wenig heran, am Sieg der Wasserfreunde änderte das aber nichts mehr. Beste Torschützin bei den Spandauerinnen, die damit ihre Chance auf den siebten Titel hintereinander wahrten, war Dora Kangler mit vier Treffern.