Katharine Berkoff, Kate Douglass und Van Mathias beeindrucken in Westmont mit Zauberzeiten.
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Wettkämpfen auf der 25m-Bahn wurde in den USA lange Zeit nicht sonderlich große Bedeutung zugemessen, da der Collegesport auf der kurzen Yardbahn unterwegs ist. Aber das ändert sich gerade ins Gegenteil. In Westmont (Illinois) findet gerade erstmals eine nationale Ausscheidung für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Peking (CHN/01. – 06. Dezember) statt. Und die Trials werden gleich zum Weltrekord-Festival.
Alle Ergebnisse der US-Trials für die Kurzbahn-WM 2026
Dabei drückte Van Mathias den Weltrekord über 100m Brust auf 55,14 Sekunden, schon die Angangszeit für die erste Rennhälfte (25,76) schaffte dabei einen klaren Vorsprung. Die bisherige Bestmarke des Weißrussen Ilya Shymanovych aus dem Jahr 2021 stand bei 55,28. Nach dem ersten Einzel-Weltrekord seiner Karriere ist der Mann mit dem prägnanten Schnauzbart nun klarer WM-Favorit, zweitschnellster in diesem Jahr ist bislang Japans Junioren-Weltrekordler Yusei Imaizumi mit 55,82.
© Mike Lewis/WAWeltmeisterin Katherine Berkoff schwamm Kurzbahn-Weltrekord über 50m Rücken
Douglass gewinnt das direkte Duell gegen Walsh
Zudem blieb Katharine Berkoff über 50m Rücken in 25,21 Sekunden zwei Hundertstel unter der bisherigen Rekordmarke von Regan Smith, die in Westmont lieber über 200m Schmetterling (2:00,87 Minuten) siegte. Als Zweitplatzierte schaffte Claire Curzan auch noch die viertschnellste Zeit der Historie (25,26). Berkoff, deren Vater als 40 Meter tauchender Rückenschwimmer 1988 Olympiasieger mit der Staffel wurde, will nach dem WM-Sieg auf der Langbahn in Singapur 2025 nun auch den Kurzbahn-Titel auf dieser Strecke. Bei den letzten Kurzbahn-Titelkämpfen 2024 in Budapest (HUN) war sie bereits Zweite hinter Regan Smith gewesen.
Über 50m Freistil stellte Kate Douglass in 22,75 Sekunden den zwei Wochen alten Weltrekord von Gretchen Walsh ein, die sich in 22,99 mit Rang zwei begnügen musste. In diesem Jahr hatten beide US-Schwimmerin auch schon den Langbahn-Weltrekord auf dieser Strecke verbessert. In Peking ist nun wohl mit weiteren Rekorden zu rechnen, zumal es dort dann dafür 25.000 US-Dollar extra dafür gibt, zusätzlich zur Siegprämie von 10.000 Dollar. Douglass gewann am Donnerstag auch über 200m Brust (2:14,12 Minuten), auf dieser Strecke ist sie Olympiasiegerin und auch Kurzbahn-Weltrekordlerin (2:12,50). Trainingspartnerin Walsh war zudem über 100m Lagen (56,58) erfolgreich.
Ilya Kharun erstmals für US-Team qualifiziert
In China dabei sein wird auch Superstar Caeleb Dressel, der zum Auftakt über 100m Lagen (50,34 Sekunden) und 50m Freistil (20,57) gewann. Über 100m Schmetterling reichte es in 48,57 dagegen nur zur Rang drei. Hier siegte Ilya Kharun in 48,45 Sekunden und sicherte sich damit den ersten WM-Start für das US-Team, nachdem er seine kanadische Staatsbürgerschaft gegen die US-amerikanische getauscht hat.