Doppelsieg und Europarekord für Marrit Steenbergen in Taschkent

Raik Hannemann
Raik Hannemann
17:12

Wer zum Auftakt der zweiten Weltcup-Station in Usbekistan noch besonders stark schwamm, erfährst du hier.

Marrit Steenbergen wird von John mason dieser Tage oft als Siegerin interviewt© World Aquatics

Marrit Steenbergen wird von John mason dieser Tage oft als Siegerin interviewt

Zur zweiten Station des Kurzbahn-Weltcups düsten die Schwimmstars noch einmal rund 1600 Kilometer weiter ostwärts von Baku (AZE) nach Taschkent (UZB). Für neun Aktive könnte sich die Reise entlang der Seidenstraße dabei noch besonders auszahlen. Mit dem zweiten Weltcup-Sieg in der jeweiligen Disziplin sicherten sie sich nämlich die Chance auf die sogenannte Triple Crown beim Weltcupfinale nächste Woche in Astana (KAZ) und damit 10.000 US-Dollar extra, sollten sie auch dort erneut gewinnen.

Alle Weltcup-Ergebnisse in Taschkent

Am ersten der drei Wettkampftage in Usbekistan startete Marrit Steenbergen (NED) wie schon ein Baku mit zwei Siegen innerhalb weniger Minuten. Insgesamt steht die 26-Jährige damit schon bei sechs Goldmedaillen in diesem Herbst. Alles andere als der Weltcup-Gesamtsieg wäre somit eine riesige Überraschung. Spannend wird aber zu sehen sein, wie sich Steenbergen von Woche zu Woche verbessert. Über 50m Rücken war sie in 27,70 Sekunden fünf Hundertstel schneller als in Baku, über 100m Lagen sogar sechs Zehntel. In 56,18 Sekunden verbesserte sie dort ihren eigenen Europarekord aus dem Vorjahr um acht Hundertstelsekunden. „Ich bin froh, hier schneller als letzte Woche zu sein. Mal sehen, was dann nächste Woche passiert“, sagte Steenbergen selbst.

Cameron McEvoy nähert sich dem 50m-Weltrekord an

Bei den Männern sorgte Cameron McEvoy (AUS) wieder für das Highlight am Auftakttag. In 20,13 Sekunden kraulte der Sprintstar erneut Weltcuprekord über 50m Freistil und zugleich die zweitschnellste Zeit der Historie. Der Langbahn-Weltrekordler überholte in der ewigen Bestenliste US-Star Caeleb Dressel (20,16 im Jahr 2020) und den britischen Europarekordler Ben Proud (20,18 im Jahr 2023). Schneller war bislang nur Weltrekordler Jordan Crooks (CAY/19,90) vor zwei Jahren.

In Taschkent sind diesmal keine deutschen Aktiven am Start. Beim Auftakt in Baku hatte Sven Schwarz Silber über 1500m Freistil gewonnen. Nach Silber bei der WM 2025 und EM 2026 konzentriert sich der Langstreckenspezialist aus Hannover nun voll auf die Kurzbahn-WM in Peking (CHN/01. – 06. Dezember).

 

Sieger*innen am ersten Tag in Taschkent

400m Freistil Frauen: Anna Peplowski (USA) 4:00,25

400m Freistil Männer: Carson Foster (USA) 3:37,39*

50m Rücken Frauen: Marrit Steenbergen (NED) 25,70*

200m Rücken Männer: Pieter Coetze (RSA) 1:49,32*

200m Schmetterling Frauen: Yu Yiting (CHN) 2:02,75

100m Schmetterling Männer: Juner Chen (CHN) 49,75*

200m Brust Frauen: Evgeniia Chikanova (RUS) 2:17,23*

100m Brust Männer: Kirill Prigoda (RUS) 55,98*

50m Freistil Frauen: Katarzyna Wasick (POL) 23,63*

50m Freistil Männer: Cameron McEvoy (AUS) 20,13*

100m Lagen Frauen: Marrit Steenbergen (NED) 56,18*

100m Lagen Männer: Luke Barr (USA) 51,05*

 

*= 2. Sieg auf dieser Strecke innerhalb des Weltcups 2026