Lea Boy und Co. werden beim Freiwasserschwimmen über 10km nach kurzer Zeit aus dem Hafenbecken geholt. Erfahre hier, wie es nun weitergeht.
© privatNach dem Rennabbruch wurden die Aktiven mit Booten wieder an Land gebracht
Veranstaltungen unter freiem Himmel sind vollständig vom Wetter abhängig, das zeigte sich am Samstag auch beim Europacup im Freiwasserschwimmen in Barcelona (ESP). Das Rennen über die 10km-Distanz musste dort am Samstag wegen eines heftigen Unwetters abgebrochen werden.
„So etwas habe ich in meiner Karriere auch noch nicht erlebt. Schon als an die Strecke kamen, hat es heftig geregnet. Und als wir gestartet sind, waren dann auch schon Blitze in der Ferne zu sehen“, sagte Lea Boy. Die Welt- und Europameisterin vom SV Würzburg wurde wie der Rest des Feldes schließlich nach nicht einmal zwei Kilometern aus dem Wasser geholt, die fünf Minuten vorher gestarteten Männer ebenso. „Das dauert dann natürlich immer eine Weile, bis wirklich alle auf Pfiffe und Zeichen reagieren und wirklich anhalten. Und als wir dann im Boot saßen, ist es auch noch beinahe untergegangen“, so Boy.
Europacup mit nur zwei Rennen
Anschließend wurde von den Ausrichtern beschlossen, dass das Rennen auch nicht neu angesetzt wird. Die Europacup-Serie besteht damit nach der ebenfalls wetterbedingten Absage des Auftaktrennens auf Zypern im Frühjahr nun nur aus den beiden Events in Tenero (SUI) und Ražanac (CRO) im September, in den Fabienne Wenske (SV Nikar Heidelberg) als jeweils beste Deutsche Platz vier beziehungsweise zwei belegt hatte. „Der Trip nach Spanien hat sich für mich nicht gelohnt. Aber so ist das bei einem Freiluftsport, da kann man nichts machen. Hoffentlich bessert sich die Lage nun aber bald, damit wir morgen wenigstens wieder pünktlich nach Hause kommen“, sagte Boy. Das nächste Rennen ist für sie und Jeannette Spiwoks (SG Essen) dann der Weltcup-Auftakt in Cancùn (MEX) am 06. November.
„Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Abbruch die einzig richtige Entscheidung war“, betonte Nachwuchs-Bundestrainer Stephen Bibow. „Die Sicherheit geht einfach vor. Die Aktiven konnten am Ende kaum noch etwas sehen.“ Sogar der Schiffsverkehr im Hafen der katalanischen Metropole wurde wenig später komplett gestoppt. Wegen der behördlichen Sturmwarnung wurde den Aktiven am Abend auch nahegelegt, die Teamhotels in Barcelona nicht mehr zu verlassen.