Der US-Star pulverisiert bei den Pan Pacific Championships die Bestmarke über 50m Freistil. Es war nicht die einzige schnelle Zeit in Kalifornien, wo andere Top-Leute aber auch ungewohnte Probleme hatten.
Nicht nur bei den Europameisterschaften in Paris (USA) gab es am Samstag einen Weltrekord zu bewundern, sondern auch bei den Pan Pacific Championships in Irvine (USA). Während bei der EM der Magdeburger Johannes Liebmann im längsten Rennen über 1500m Freistil mit 14:26,79 Minuten triumphierte, setzte in Kalifornien Kate Douglass die neue Referenz auf der kürzesten Beckenstrecke über 50m Freistil – und das gleich zweimal an einem Tag.
Im Vorlauf schwamm Douglass bereits 23,49 Sekunden und verbesserte damit den bisherigen Rekord von Gretchen Walsh (23,55) – um ihn im Finale dann noch einmal auf 23,19 zu drücken. Damit setzte sich die weltweite Leistungsexplosion über 50m Freistil fort. Noch vor wenigen Wochen stand der Weltrekord noch bei 23,61, gehalten von Sarah Sjöström (SWE), ehe zuletzt erst Walsh und jetzt zweimal Douglass diese Bestmarke regelrecht pulverisierten.
© Mike Lewis/World AquaticsKate Douglass verbesserte die Bestmarke über 50m Freistil gleich zweimal innerhalb weniger Stunden
Für Letztere war es sogar schon der dritte Weltrekord bei den Pan Pacific Championships. Zum Auftakt hatte Douglass als Schlussschwimmerin der amerikanischen 4x100m-Lagen-Mixedstaffel zusammen mit Will Modglin, Van Mathiasund Walsh in 3:36,70 ebenfalls schon eine neue Weltbestmarke aufgestellt – und hatte dabei auf der Kraulstrecke mit einer Zeit von 51,01 Sekunden geglänzt.
Lani Pallister schlägt Summer McIntosh und ärgert auch Katie Ledecky
Für die größte Überraschung sorgte Lani Pallister (AUS): Über 200m Freistil verwies sie die favorisierte Summer McIntosh (CAN/1:53,86) mit 1:53,67 auf Rang zwei. McIntosh hatte für dieses Rennen extra auf einen Start über die 200m Schmetterling verzichtet, wo sie Olympiasiegerin und Weltmeisterin ist – und verlor trotzdem. Noch bitterer: Über 400m Freistil verpasste die Weltrekordhalterin als Neunte der Vorläufe sogar den Einzug ins A-Finale. Pallister wiederum beeindruckte auch über 1500m Freistil: Katie Ledecky (USA) gewann zwar in 15:36,09 Minuten, doch Pallister war in 15:38,62 mit neuem Ozeanienrekord so nah an der Amerikanerin dran wie seit Jahren keine Rivalin mehr.
Alle Ergebnisse der Pan Pacific Championships
Bei den Männern glänzte Sam Short (AUS) über 800m Freistil mit 7:37,02 Minuten, damit war er sogar schneller als Johannes Liebmann am gleichen Tag in Paris bei seinem ersten Gold mit Europarekord. Aber auch zwei junge Japaner machten auf sich aufmerksam: Shin Ohashi über 100m Brust (58,84) sowie Yumeki Kojima über 400m Lagen (4:08,69) erzielten jeweils Junioren-Weltrekorde.