Buttler und Roth erreichen souverän das JEM-Finale, auch die Staffel ist dabei

Kilian Graef
Kilian Graef
12:07

Am letzten Finalabend der JEM Schwimmen in München ist noch einmal ein großes DSV-Aufgebot im Einsatz.

Juliana Buttler schwimmt nach einer starken JEM-Woche noch einmal ins Finale© Tino Henschel

Juliana Buttler schwimmt nach einer starken JEM-Woche noch einmal ins Finale

Noch einmal vor dem Start den Tröten lauschen, das Wasser aufwirbeln und nach dem Rennen dann ungläubig auf die Zeittafel starren. Viele Schwimmer*innen bei den Junior*innen-Europameisterschaften hatten am Sonntag ihren letzten Auftritt in der Olympia-Schwimmhalle in München. Eine Menge Aktive aus dem Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) buchten sich mit starken Vorlaufleistungen jedoch eine Verlängerung und stehen in den Finals am Abend (ab 18:00 Uhr, Livestream bei Sporteurope.TV).

Zwei Magdeburgerinnen im 400m-Finale

Über die einzige Einzeldisziplin am Morgen mischten Linda Roth und Juliana Buttler (beide SC Magdeburg) trotz anstrengender Wettkampfwoche erneut vorne mit. „Ich glaube, für jeden ist es gerade mental sehr hart“, sagte Roth. Die Junioreneuropameisterin über 200m Freistil schnappte sich als Fünfte in 4:15,39 Minuten ihren Platz im Endlauf. „Ich werde nochmal alles geben im Finale, um vielleicht nochmal vorne mitzukämpfen“, meinte sie.

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Das Becken wird sie sich mit Vereinskollegin Buttler teilen, die in 4:14,04 sogar Zweite war. „Das hat sich gut angefühlt“, so die 17-Jährige. Am letzten JEM-Abend will sie „alles mitnehmen, was geht. Und einfach Spaß haben am Ende dieser Meisterschaft.“ Die schnellste Zeit in den Vorläufen zeigte Kseniia Misharina (NA/4:13,72).

Lagenstaffel der Männer auf Rang sechs – den Frauen fehlt eine Hundertstel

Zum Abschluss des Vormittags schwamm auch die 4x100m-Lagenstaffel ins Finale. Mitja Bauer (SSG Leipzig), Lius Pepe Baumeister (SSG Leipzig), Felix Brandner (1.FCN Schwimmen) und Nils Nolte (Berliner TSC) sortierten sich mit 3:41,91 Minuten auf Rang sechs ein, am schnellsten war das Quartett aus Griechenland (3:39,33). „Das hat richtig Spaß gemacht. Das Finale wird richtig geil“, sagte Brandner. Dabei wird ihn auch seine Familie aus Nürnberg lautstark im DSV-Block unterstützen. Zu viel Druck will sich die DSV-Staffel aber nicht machen, sondern den Wettkampf einfach genießen. „Wir haben aus den letzten Tagen gelernt, dass wir uns nicht unter Druck setzen dürfen, sondern im Finale einfach nur unsere besten Rennen abliefern müssen“, sagte Nils Nolte.

Alle JEM-Ergebnisse auf einen Blick

Die Frauenstaffel mit Mira Helget (AMTV-WTB Hamburg), Hannah Schneider (Hofheimer SC), Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz) und Leonie Mau (SSV PCK 90 Schwedt) verfehlte das Finale als Neunter in 4:10,32 Minuten nur um eine Hundertstel.

Bereits am Samstag hatten sich sechs DSV-Aktive für den heutigen Abend qualifiziert. Über 200m Lagen und 50m Schmetterling springen sogar jeweils zwei Deutsche in das olympische Becken von 1972. Auf der Lagenstrecke gehen Laura Sophie Kohlmann (SG Essen) und Mira Helget, im Schmetterlingssprint Lara Vandenhirtz (SG Essen) und Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz) an den Start. Bei den Männern sind Larus Thiel (SG Bayer) über 50m Schmetterling und Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin) als Vorlaufschnellster über 100m Brust in den Finals vertreten.