Lea Boy wird erneut Gesamtdritte beim Freiwasser-Weltcup

Raik Hannemann
Raik Hannemann
19:50

Mit Siegen in Portugal sichern sich Moesha Johnson (AUS) und David Betlehem (HUN) die 50.000-Dollar-Schecks.

Hinter der überragenden Moesha Johnson sichert sich Lea Boy Rang drei im Gesamtweltcup© Andre Areias/World Aquatics

Hinter der überragenden Moesha Johnson sichert sich Lea Boy (l.) Rang drei im Gesamtweltcup

Erfolgreicher Abschluss der Weltcup-Saison im Freiwasserschwimmen für Lea Boy und den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV):  Die 26-Jährige vom SV Würzburg 05 verteidigte am Samstag als Vierte des vierten und letzten 10km-Rennens dieser Weltcupsaison in Setúbal (POR) erfolgreich Rang drei in der Weltcup-Gesamtwertung.

Alle Ergebnisse in Setúbal

Lediglich 18,1 Grad betrug die Wassertemperatur an der Atlantikküste, als die Frauen am Mittag ihr Rennen starteten. Boy hielt im gesamten Rennverlauf direkten Kontakt zur Spitze. Im Zielsprint landete sie hinter Moesha Johnson (AUS/2:08:12,1 Stunden), Bettina Fábián (HUN/2:08:13,3) und Viktória Mihályvári-Farkas (HUN/2:08:15,9) in 2:08:21,50 dann auf Rang vier. „Auf der letzten Geraden war mir leider die Italienerin im Weg, als diese den Anschluss nach vorn verlor. Sonst wäre vielleicht sogar noch etwas mehr möglich gewesen“, sagte Boy. Als Vierte kam sie in der Gesamtwertung so aber an der Zweitplatzierten Angela Martinez Guillen (ESP/2:08:36,2) nicht mehr vorbei, die diesmal hinter Ginevra Tadeucci (ITA/2:08:32,1) Sechste wurde.

Moesha Johnson gewinnt in dieser Saison alle Rennen

Wie im Vorjahr konnte sich Boy wieder über 25.000 US-Dollar Prämie für Gesamtrang drei freuen. Die doppelte Summe er hält Siegerin Johnson, nachdem die in Magdeburg trainierende Doppel-Weltmeisterin in diesem Jahr alle vier Weltcuprennen über die olympische Distanz gewann. „Das ist echt krass, was Moesha da geschafft hat. Aber sie ist ja schon länger so dominant unterwegs. Nach Olympiasilber vor zwei Jahren hat irgendetwas Klick gemacht bei ihr. Sie ist seither auf einem anderen Level unterwegs“, lobte Boy.

Weltcup-Endstand Frauen

Bei ihrem Comeback nach Schulter-OP und zehnmonatiger Wettkampfpause landete Jeannette Spiwoks (SG Essen) in Portugal auf Rang 20 (2:11:22,3). Die 27-Jährige zeigte sich zufrieden: „Von den Bedingungen her war das ein schwieriges Rennen für den Wiedereinstieg. Ich konnte es aber trotzdem kontrolliert und gut zu Ende bringen.“

Wellbrock und Klemet diesmal chancenlos

Vierfach-Weltmeister Florian Wellbrock (SC Magdeburg) und der Olympiazweite Oliver Klemet (SG Frankfurt) waren kurzfristig auf Meereshöhe heruntergekommen aus ihrem vierwöchigen Höhentrainingslager in der Sierra Nevada (ESP). Beide sammelten so Rennpraxis in Vorbereitung auf die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) . Allerdings ohne auf Rang 21 (Klemet) und 26 (Wellbrock) ganz vorn mitmischen zu können.

Weltcup-Endstand Männer

Im Zielsprint sicherte sich Dávid Betlehem (HUN) nach 1:43:23,7 Stunden nicht nur den Tagessieg, sondern triumphierte damit auch in der Weltcup-Gesamtwertung vor Sacha Velly und Marc-Antoine Olivier (beide FRA). Als bester Deutscher landete Wellbrock, der nach dem Sieg beim Weltcupauftakt von einigen Trainingsausfällen gebremst wurde, in der Endabrechnung auf Rang zehn.

Am Sonntag folgen beim Weltcup in Setúbal noch die Knockout Sprints (Frauen ab 11:30 Uhr, Männer ab 13:30 Uhr). Beide Rennen werden im Livestream bei Eurovisionsport übertragen.

Florian Wellbrock schwimmt© Istvan Derencsenyi/World Aquatics

Florian Wellbrock ist noch nicht wieder in Topform