Das ist die Finalpaarung in der Wasserball-Bundesliga

Philip Häfner
Philip Häfner
15:52

Aufsteiger Cannstatt sichert Platz im Europapokal, dagegen müssen der Duisburger SV und die SG Neukölln zittern. Eine große Überraschung gab es in der 2. Wasserball-Bundesliga.

Die Deutsche Meisterschaft im Wasserball der Männer wird auch in diesem Jahr wieder zwischen Titelverteidiger Waspo 98 Hannover und Rekordchampion Wasserfreunde Spandau 04 ausgespielt. Beide Top-Klubs setzten sich im Halbfinale in den Serien im Modus „Best of Three“ jeweils glatt in zwei Siegen durch.

Waspo gewann am Wochenende auch das zweite Spiel gegen die White Sharks Hannover ungefährdet mit 19:5. Spandau machte es beim 15:14-Auswärtssieg nach Fünfmeterwerfen gegen den ASC Duisburg spannender. Dabei führte Berlin bereits zur Halbzeit, ehe der ASCD das Spiel zunächst drehte, ohne sich aber entscheidend absetzen zu können. Kurz vor Schluss besorgte Aleks Sekulic so noch den Ausgleich für die Wasserfreunde, die anschließend auch im Penaltywerfen das bessere Ende für sich hatten.

Wasserballer Marek Tkac von den Wasserfreunden Spandau 04 mit dem Ball im Bundesligafinale 2024 gegen Waspo 98 Hannover© Tino Henschel

Die Paarung im Finale der Wasserball-Bundesliga lautet einmal mehr: Waspo gegen Spandau

Es ist das zehnte Mal in Folge, das Waspo und Spandau die Endspiele bestreiten. Die Finalserie im Modus „Best of Five“ startet am kommenden Samstag (23. Mai) in Berlin. Der ASC Duisburg und die White Sharks spielen um Bronze. Um Platz fünf geht es zwischen den OSC Potsdam und dem SV Cannstatt. Potsdam setzte sich mit 2:1 Siegen gegen die SG Neukölln Berlin durch, Cannstatt ebenfalls mit 2:1 Siegen gegen den Duisburger SV 1898, wobei der entscheidende 19:13-Erfolg auswärts gelang. Beide Teams haben damit sowohl den Klassenerhalt als auch einen Platz im Europapokal bereits sicher. Vor allem für Cannstatt als Aufsteiger ist das eine beeindruckende Entwicklung.

Der Duisburger SV und die SG Neukölln müssen dagegen weiter um den Verbleib in der Bundesliga bangen. Der Verlierer des Spiels um Platz sieben steigt in jedem Fall ab. Der Gewinner muss in die Relegation gegen den Zweitplatzierten der 2. Wasserball-Bundesliga.

Krefeld und Esslingen mit Chancen auf den Aufstieg

Chancen auf den direkten Aufstieg ins Oberhaus beziehungsweise den Relegationsplatz haben noch die SV Krefeld 72 und der SSV Esslingen. Beide Klubs waren in der jüngeren Vergangenheit bereits erstklassig – Esslingen bis 2023, Krefeld in der Saison 2023/24. Im Halbfinale der 2. Wasserball-Bundesliga gewannen die Rheinländer auch das Rückspiel gegen den SVV Plauen deutlich mit 25:7. Esslingen hatte das Hinspiel gegen Hauptrundensieger Düsseldorfer SC 1898 dagegen mit zwei Toren verloren, siegte im Rückspiel nun aber 17:12 und lag somit auch in der Addition mit 33:30 vorne. In der 2. Liga zählt in allen Play-off-Runden das Gesamtergebnis aus beiden Partien.

Düsseldorf und Plauen spielen demnach um Platz drei. Im Duell um Platz fünf trifft der SC Neustadt/Weinstraße (13:11 und 14:8 gegen den SV Würzburg 05) überraschend auf die SpVg Laatzen 1894, womit beide Aufsteiger den Klassenerhalt gesichert haben. Laatzen, bis dahin sieg- und punktlos in dieser Saison, lief im richtigen Moment zu großer Form auf und schaltete den Uerdinger SV 08 mit 17:17 und 12:9 aus. Die Uerdinger kämpfen nun gegen Würzburg um Platz sieben und den Verbleib in der Liga.

Auch Esslingens Frauen siegen und legen im Kampf um Bronze vor

Erfolgreich waren auch die Frauen des SSV Esslingen. Der SSVE setzte sich im ersten von maximal drei Spielen um Platz drei in der Wasserball-Bundesliga der Frauen auswärts mit 26:5 gegen den Pokalfinalisten SC Chemnitz durch. Im Spiel um Platz fünf hat der Eimsbütteler Turnverband durch ein 13:9 beim Uerdinger SV vorgelegt. Im ersten Finalspiel hatte am Samstag der SV Blau-Weiß Bochum gegen die Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau mit 13:12 gewonnen.