Neustadts Wasserballer: Jetzt ist sogar der Durchmarsch möglich

Philip Häfner
Philip Häfner
13:00

Der Aufsteiger aus Rheinland-Pfalz sorgt beim Wasserball für das nächste Ausrufezeichen.

Erst im vergangenen Sommer war der SC Neustadt/Weinstraße nach drei Jahren in der Landesgruppe wieder in die 2. Wasserball-Bundesliga aufgestiegen. Nach den jüngsten Erfolgen muss das noch nicht das Ende der Entwicklung gewesen sein – sogar der Durchmarsch ist für den Klub aus Rheinland-Pfalz plötzlich möglich. Nach dem 14:10 im Top-Spiel gegen die SV Krefeld 72 rückten die vom früheren Bundestrainer Milos Sekulic betreuten Neustädter in der Tabelle jedenfalls am Gegner vorbei auf Rang zwei vor. Für die anstehenden Aufstiegs-Play-offs sollte man sie spätestens jetzt auf jeden Fall auf der Rechnung haben. Spitzenreiter der Zweiten Liga bleibt vorerst der Düsseldorfer SC 1898, der an diesem Wochenende spielfrei hatte.

In der Wasserball-Bundesliga dreht derweil Waspo 98 Hannover weiter einsam seine Kreise an der Tabellenspitze. Im Stadtderby gegen die White Sharks siegte der Deutsche Meister am Samstag mit 16:5. Auf Platz zwei und drei der Tabelle folgen weiterhin die Wasserfreunde Spandau 04 (24:11 beim Duisburger SV 1898) und der ASC Duisburg (20:11 beim SV Cannstatt). In der Partie in Duisburg setzte Rekordmeister Spandau nur sechs Spieler ein und nahm damit eine Ordnungsgebühr in Höhe von 250,00 Euro in Kauf. Seit dieser Saison müssen in den Wasserball-Bundesligen von insgesamt maximal 14 Spieler*innen auf dem Spielprotokoll (Spandau trat nur mit zwölf an) mindestens sieben deutsche Staatsangehörige sein. Zur Saison 2026/27 steigt diese Zahl auf acht deutsche Spieler*innen, ab der Saison 2027/28 müssen es dann neun sein. Auch die Ordnungsgebühr steigt ab der nächsten Saison auf 2.000,00 Euro pro Partie und Spieler*in.

Ergebnisse Männer

Wasserball-Bundesliga
OSC PotsdamSV Cannstatt14:8 (3:2, 3:1, 4:3, 4:2)
Waspo 98 HannoverWasserfreunde Spandau 0411:7 (3:2, 2:2, 4:1, 2:2)
Duisburger SV 1898ASC Duisburg11:30 (1:8, 3:7, 4:6, 3:9)
SG Neukölln BerlinWhite Sharks Hannover8:14 (2:4, 3:5, 3:4, 0:1)
2. Wasserball-Bundesliga
SpVg Laatzen 1894SV Würzburg 0513:14 (1:6, 4:2, 4:3, 4:3)
Düsseldorfer SC 1898SC Neustadt/Weinstraße16:12 (5:3, 4:3, 3:3, 4:3)
Uerdinger SV 08SSV Esslingen23:22 n. Fm. (4:5, 4:4, 2:5, 8:4, 5:4)
SVV PlauenSV Krefeld 7211:15 3:3, 4:5, 3:4, 1:3)

Tabellen Männer

SpielePunkteToreTordifferenz
Wasserball-Bundesliga*
1.Waspo 98 Hannover1442357:92+265
2.ASC Duisburg1433267:165+102
3.Wasserfreunde Spandau 041432292:140+152
4.OSC Potsdam1418159:228-69
5.White Sharks Hannover1416160:224-64
6.Duisburger SV 18981415171:250-79
7.SV Cannstatt149138:284-146
8.SG Neukölln Berlin143145:306-161
2. Wasserball-Bundesliga*
1.Düsseldorfer SC 18981434199:165+34
2.SV Krefeld 19721433231:164+67
3.SC Neustadt/Weinstraße1428206:186+20
4.Uerdinger SV 081426201:184+17
5.SSV Esslingen1422217:220-3
6.SVV Plauen1416212:214-2
7.SV Würzburg 05149177:227-50
8.SpVg Laatzen 1894140161:244-83
*) Für einen Sieg nach regulärer Spielzeit gibt es drei, für einen Sieg nach Fünfmeterwerfen zwei Punkte. Der Verlierer des Fünfmeterwerfens erhält noch einen Punkt. Unentschieden gibt es seit der Saison 2024/25 nicht mehr.

Auf europäischer Ebene erlebte der OSC Potsdam als Gastgeber eines Zwischenrundenturniers im Conference Cup ein besonderes Wochenende – erstmals waren die Brandenburger Ausrichter einer solchen Veranstaltung. Und auch wenn dabei gegen so namhafte Konkurrenz wie Panionios GSS Athen (GRE/9:21), den letztjährigen Challenger-Cup-Gewinner GS Apollon Smyrnis (GRE/8:19) und den früheren Champions-League-Sieger Partizan Belgard (SRB/6:16) kein Sieg heraussprang, wird man diesen Auftritt in Potsdam so schnell nicht vergessen.