Die International Swimming Hall of Fame hat die Liste bekanntgegeben. Die Ehrung erfolgt im Mai – wer dann ausgezeichnet wird und ob auch jemand aus Deutschland dabei ist, erfährst du hier.
Jedes Jahr werden verdiente Persönlichkeiten in die International Swimming Hall of Fame aufgenommen – die Ruhmeshalle des Schwimmsports. In diesem Jahr erhalten elf Personen aus sieben Ländern diese Ehre. Die Zeremonie erfolgt am 16. Mai in Fort Lauderdale in Florida (USA), dem Sitz der ISHOF. Die Namen deren, die dann geehrt werden, wurden jetzt aber schon bekanntgegeben – und die Liste enthält auch diesmal wieder zahlreiche Stars.
Beim Schwimmen werden die Olympiasieger*innen Nathan Adrian (USA), László Cseh (HUN) und Ranomi Kromowidjojo (NED) ausgezeichnet. Adrian gewann unter anderem 2012 in London (GBR) Olympiagold über 100m Freistil. Cseh war über mehr als ein Jahrzehnt einer der besten Lagenschwimmer der Welt und auch sonst auf fast jeder Strecke konkurrenzfähig. Kromowidjojo wurde 2012 Doppel-Olympiasiegerin über 50m und 100m Freistil (und bereits 2008 auch mit der niederländischen Staffel). Besonders dominant war sie darüber hinaus vor allem auf der Kurzbahn.
© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Martin MeissnerAuch der Ungar László Cseh 20rd 2026 in die Hall of Fame des Schwimmsports aufgenommen.
Die Ausgezeichneten kommen aus allen Schwimmsportdisziplinen
Eine Ehrung bekommt in diesem Jahr auch Freiwasserschwimmer Ferry Weertman (NED). Der Olympiasieger von 2016 in Rio de Janeiro (BRA) und Weltmeister von 2017 in Budapest (HUN) war damit der erste Athlet, der beide Titel in seinen Besitz brachte. Weitere Neuzugänge in die Ehrenhalle des internationalen Schwimmsports sind Wasserspringerin Tania Cagnotto (ITA), Wasserballerin Simone Fountain (AUS) und Synchronschwimmerin Heather Simmons-Carrasco (USA). Bei den Masters wird Schwimmer Richard Burns (USA) geehrt. Als Coach wird Jane Figueiredo (ZIM) aufgenommen, aktuell Trainerin des britischen Wassersprung-Teams; bei den Offiziellen Stephen A. „Sid“ Cassidy (USA), der langjährige Vorsitzende des Technischen Komittees für das Freiwasserschwimmen im Weltverband World Aquatics. Die diesjährige Liste wird komplettiert von Para Schwimmerin Beatrice Hess (FRA).
Schwimm-Olympiasieger Ryan Lochte (USA) und sein Coach Gregg Troy (USA), die im vergangenen Jahr bei der Auszeichnung am Rande der WM in Singapur nicht anwesend sein konnten, bekommen in diesem Jahr ebenfalls noch einmal die gebührende Anerkennung, hieß es von der ISHOF.
Aus Deutschland ist 2026 erneut niemand dabei. Zuletzt war 2019 mit Britta Steffen eine deutsche Schwimmerin in die Hall of Fame aufgenommen worden. In der Masters-Kategorie wurden 2022 Edith Böhm (Schwimmen), Birte Hohlstein-Janssen (Synchronschwimmen) und Günther Wolf (Wasserball) geehrt.