Waspo Hannover knackt in der Wasserball-Bundesliga den nächsten Rekord

Philip Häfner
Philip Häfner
12:36

Im Top-Spiel des Wochenendes siegt Spandau gegen Duisburg. In der 2. Wasserball-Bundesliga gibt es derweil einen neuen Tabellenführer. Alle Ergebnisse und Tabellen gibt es hier.

Der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover bleibt in der Wasserball-Bundesliga der Männer auf Rekordjagd. Beim 36:7 gegen den OSC Potsdam sorgten beide Teams mit zusammen 43 Treffern für das torreichste Spiel der Bundesliga-Historie. Erst vor einer Woche hatte Waspo beim 37:1 gegen den SV Cannstatt Liga-Geschichte geschrieben: Nie zuvor hatte eine Mannschaft in der Bundesliga 37 Treffer erzielt, zudem war das mit einem Vorsprung von 36 Toren auch der höchste Sieg aller Zeiten. Gegen Potsdam erzielten an diesem Wochenende gleich vier Spieler bei Hannover je fünf Treffer: Lukas Küppers, Antonio Buha, Mark Gansen und Lazar Vukicevic.

Das Top-Spiel des Spieltags fand in Berlin statt. Dort setzten sich die Wasserfreunde Spandau 04 im Duell zweiter Euro-Cup-Teilnehmer mit 16:11 gegen den ASC Duisburg durch und rückten damit in der Tabelle wieder an den Westdeutschen vorbei auf Platz zwei. Einen Sieg feierte dagegen der zweite Duisburger Klub: Der Duisburger SV 98 gewann mit 17:15 gegen die White Sharks Hannover, es war bereits der dritte Sieg aus den vergangenen vier Partien. Duisburg verbesserte sich in der Tabelle damit auf Platz vier.

Düsseldorf stürzt Zweitliga-Tabellenführer Krefeld – Uerdingen neuer Erster

Einen neuen Tabellenführer gibt es in der 2. Wasserball-Bundesliga. Denn der Düsseldorfer SC 1898 brachte der SV Krefeld 72 als bisherigem Spitzenreiter mit 14:11 die erste Saisonniederlage bei. „Der Sieg war harte Arbeit, aber absolut verdient. Die Jungs haben unglaublich gut zusammengehalten und sich gegenseitig nach vorne gepusht“, sagte DSC-Trainer Gábor Bujka. Ganz oben steht dadurch nun der Uerdinger SV 08 nach einem 20:9 beim SVV Plauen – Krefeld ist hinter dem Stadtrivalen und den Düsseldorfern jetzt nur noch Dritter.

Ergebnisse Männer

Wasserball-Bundesliga
Wasserfreunde Spandau 04SG Neukölln Berlin34:5 (5:1, 8:2, 10:0, 11:2)
OSC PotsdamWhite Sharks Hannover10:11 (1:1, 5:1, 3:5, 1:4)
Waspo 98 HannoverASC Duisburg17:14 (4:5, 5:4, 5:2, 3:3)
Duisburger SV 1898SV Cannstatt13:16 (2:3, 3:3, 5:3, 3:7)
2. Wasserball-Bundesliga
SpVg Laatzen 1894Uerdinger SV 0814:18 (4:3, 5:5, 2:6, 3:4)
SV Würzburg 05SV Krefeld 7212:25 (5:6, 1:8, 1:6, 5:5)
Düsseldorfer SC 1898SSV Esslingen18:13 (4:2, 6:3, 5:4, 3:4)
SVV PlauenSC Neustadt/Weinstraße18:20 (4:8, 4:3, 5:4, 5:5)
Düsseldorfer SC 1898Uerdinger SV 0818:16 (4:5, 5:4, 4:2, 5:5)

Tabellen Männer

SpielePunkteToreTordifferenz
Wasserball-Bundesliga*
1.Waspo 98 Hannover1236321:82+239
2.Wasserfreunde Spandau 041129250:110+140
3.ASC Duisburg1124202:129+73
4.OSC Potsdam1115128:175-47
5.White Sharks Hannover1113131:174-43
6.Duisburger SV 1898119122:196-74
7.SV Cannstatt126111:252-141
8.SG Neukölln Berlin113106:253-147
2. Wasserball-Bundesliga*
1.Düsseldorfer SC 18981128156:127+29
2.SC Neustadt/Weinstraße1123163:141+22
3.SV Krefeld 72921151:106+45
4.Uerdinger SV 081017141:132+9
5.SVV Plauen1116174:164+10
6.SSV Esslingen1115156:164-8
7.SV Würzburg 05106125:166-41
8.SpVg Laatzen 1894110121:187-66
*) Für einen Sieg nach regulärer Spielzeit gibt es drei, für einen Sieg nach Fünfmeterwerfen zwei Punkte. Der Verlierer des Fünfmeterwerfens erhält noch einen Punkt. Unentschieden gibt es seit der Saison 2024/25 nicht mehr.

Pokalsiege für Cannstatt und Plauen

Weniger gut lief es für Uerdingen tags darauf beim Spiel der zweiten Runde des DSV-Pokals. Dort ist nach dem 12:17 beim Bundesliga-Vertreter SV Cannstatt Endstation für den Zweitligisten. Außerdem siegte Plauen erst nach Fünfmeterwerfen mit 22:21 bei Landesgruppen-Vertreter ASC Brandenburg. Cannstatt trifft im Achtelfinale am 13. Dezember nun auf die White Sharks Hannover, Plauen auf die SG Neukölln Berlin.

Spandaus Wasserballerinnen lernen in der Champions League weiter dazu

In der Champions League der Frauen unterlagen die Wasserfreunde Spandau 04 mit 8:21 gegen Ungarns Meister Ferencvaros Budapest. Für die Berlinerinnen ist es das erste Mal, dass sie in der Hauptrunde der Königsklasse stehen, in der sie in jedem Spiel dazulernen