© Jo Kleindl
08.12.2006
1,78 m
Lise Seidel
SC Chemnitz von 1992
Bernd Berkhann
Die für den Schwimmclub Chemnitz von 1892 startende Athletin trainierte bis Sommer 2026 bei Steven Krüger in einer sehr leistungsstarken Trainingsgruppe am Landesstützpunkt in Chemnitz, wechselte dann zu Bundestrainer Bernd Berkhahn an den Bundesstützpunkt Magdeburg. Lise erkämpfte sich im Jahr 2024 gleich drei Medaillen bei den Junioren-Europameisterschaften 2024 – eine Silber- und zwei Bronzemedaillen mit den Staffeln . Bei den Deutschen Meisterschaften 2025 siegte sie dann auf allen drei Rückenstrecken und sicherte sich auch erstmals das WM-Ticket. Seit Heike Friedrich 1990 hatte zuvor lange Zeit keine Chemnitzer Schwimmerin nationale Titel gewonnen. In Singapur erreichte sie auf Anhieb das WM-Finale über 200m Rücken und glänzte auch in zwei Staffeln. Trotz vieler gesundheitlicher Beeinträchtigungen inklusive OP der Nasennebenhöhlen und Abiturprüfungen im Saisonverlauf konnte Seidel auch 2026 international weit vorn mitmischen.
Angefangen mit dem Schwimmen hatte Seidel mit vier Jahren ihrer Heimatstadt Flöha. Ihre Eltern, beides Kanuten, ließen sie einige Sportarten ausprobieren, aber im Schwimmverein erkannten sie bald ihr Pozenzial: gutes Wassergefühl und starke Beinarbeit. "Schon immer war Rücken das, was ich am besten konnte", erzählte Seidel mal der Lokalzeitung. "Ich würde nicht sagen, dass es die schönste Schwimmart von allen ist. Man sieht die ganze Zeit nur die Decke, das ist schon sehr, sehr anstrengend und besonders in den Beinen laktatintensiv." Um so wichtiger sei halt gute Laune in der Trainingsgruppe.