Weltelite in Berlin: IDM Schwimmen 2026
Schon seit vielen Jahren begeistert die IDM die besten Para-Schwimmer*innen der Welt! Bei diesem Event haben auch aufstrebende nationale und internationale Athlet*innen die Möglichkeit, sich mit der Elite zu messen. In diesem Jahr findet die IDM als eigenständige Veranstaltung vom 10. – 12. Mai 2026 statt, direkt im Anschluss an die Para Swimming World Series in Berlin (07. – 09. Mai).
Seien Sie dabei, wenn in einem der schnellsten Pools der Welt, in dem bereits so viele Weltrekorde aufgestellt wurden, erneut Geschichte geschrieben wird.
Para-Wissen to go: So wird im Para Schwimmen gewertet
Die Athlet*innen erhalten während der IDM auch die Möglichkeit einer Klassifizierung – mit Blick auf die Paralympics 2028 in Los Angeles (USA).
Die Klassifizierung im Para Sport, speziell im Para Schwimmen, ist ein komplexes System, das darauf abzielt, einen fairen und gleichberechtigten Wettbewerb zu gewährleisten. Die Aktiven werden basierend auf der Art und dem Ausmaß ihrer Beeinträchtigung in verschiedene Startklassen eingeteilt, um auf diese Weise sicherzustellen, dass ihre Leistungen im Wettkampf vergleichbar sind. Dieses System soll ermöglichen, dass SportlerInnen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen in einem fairen und ausgeglichenen Rahmen trotzdem gegeneinander antreten können.
Der komplizierte Prozess der Klassifizierung wird von speziell ausgebildeten Fachleuten durchgeführt. Die Athlet*innen werden sowohl medizinisch untersucht als auch in der Praxis beobachtet, um den Grad ihrer funktionellen Fähigkeiten zu bestimmen. Dies beinhaltet die Bewertung von Beweglichkeit, Kraft, Koordination und wie diese Faktoren die Schwimmtechnik beeinflussen. Anschließend wird ihnen dann eine so genannte Startklasse zugeordnet.
Elena Semechin (geb. Krawzow), die wegen einer Makula-Dystrophie eine Sehbeinträchtigung hat, ist daher zum Beispiel in der Startklasse S12, SB 12 oder SM aktiv– je nach Schwimmart. Malte Braunschweig ordnet sich mit seiner Dysmelie am rechten Arm (Oberarmmuskulatur fehlt teilweise, Beweglichkeit im Ellenbogengelenk eingeschränkt, Arm deutlich kleiner) dagegen in den Startklassen S9, SB9 oder SM9 ein.
Für nicht-klassifizierbare oder ausschließlich für das Schwimmen in einzelnen oder in allen Lagen unwesentliche Beeinträchtigungen sind die Startklassen NE oder AB (Allgemeinbehindert) möglich. Mit NE ist man bei Para-Schwimm-Wettkämpfen nicht startberechtigt, außer es ist anders in der Ausschreibung festgelegt. Die Nummern innerhalb der Startklassen geben einen noch detaillierteren Aufschluss über den Grad der Beeinträchtigung. Hier kann man sich merken: Je niedriger die Startklasse, umso größer die Einschränkung.
Wieso bei der IDM nicht immer die schnellste Zeit gewinnt
Ein wesentlicher Aspekt, der die Klassifizierung im Para Schwimmen besonders macht, ist das System der Punktevergabe. Dieses System ermöglicht es, Leistungen von Athlet*innen innerhalb einer Startklasse oder sogar über verschiedene Startklassen hinweg vergleichbar zu machen. Bei einigen Wettbewerben wird das Punktesystem außerdem angewendet, um zu bestimmen, wie nah ein*e Sportler*in an den Weltrekord seiner beziehungsweise ihrer Startklasse herangeschwommen ist. Je näher die Leistung am Weltrekord, desto höher die Punktzahl.
Dieses Verfahren soll einen fairen Vergleich der Leistungen von SchwimmerInnen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungsgraden ermöglichen, indem es die relative Stärke ihrer Leistung im Verhältnis zu den besten Leistungen in ihrer Kategorie misst. Die Punktevergabe im Para Schwimmen ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie durchdachte Regeln und Systeme dazu beitragen können, einen inklusiven und gerechten Wettbewerb zu schaffen.
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